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Tischtennis-Talente des TTC Finow holen bei den Norddeutschen Meisterschaften dritte Plätze im Einzel und Doppel

Tischtennis
Mit riesigem Kampfgeist zu Bronze

Dritter Platz im Einzel: Sophia Rudolph
Dritter Platz im Einzel: Sophia Rudolph © Foto: Johannes Gohlke
Von Johannes Gohlke und Dirk Schaal / 09.02.2019, 04:15 Uhr
Schwarzenbek (MOZ) Mit dreimal Bronze kamen die sieben  Teilnehmer des TTC Finow  von der Norddeutschen Meisterschaft im Tischtennis der Schüler und Jugend zurück. Insgesamt 96  Talente aus Hamburg, Schleswig-Holstein, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Brandenburgwaren dabei.

„Wir können vollkommen zufrieden sein, alle unsere Teilnehmer konnten gute Leistungen abrufen“, resümierte Johannes Gohlke, Nachwuchstrainer beim TTC Finow, das Abschneiden seiner Schützlinge bei der Meisterschaft in Schwarzenbek, unweit von Hamburg. Das war auch gleichzeitig ein Erfolgszeugnis für ihn und Trainerin Claudia Petereit, die ihre Akteure nach der kurzen Winterpause auf den Punkt einstellen konnten.

Die Jüngsten der ersten Damenmannschaft des TTC, Sophia Rudolph und Michelle Wutskowsky, gehörten als Zwölfjährige auch zu den jüngsten Teilnehmern im Feld der bis zu 15-jährigen Schülerinnen. Beide konnten jeweils ohne Satzverlust ihre Vorrundengruppe gewinnen. Während Sophia Rudolph im Achtelfinale ein Freilos hatte, musste Michelle Wutskowsky gegen die ein Jahr ältere Julia Braasch vom gastgebenden TSV Schwarzenbek antreten. Nachdem die Finowerin ihre Gegnerin mit ihren Schupf- und Blockbällen in den ersten zwei Sätzen noch überraschen konnte, stellte sich die starke Topspin-Spielerin  ab Satz drei gut darauf ein und gewann das  Match noch mit 3:2.

Für Michelle Wutskowsky sollte es aufgrund der guten Leistung im Doppel, in dem sie zusammen mit Sophia Rudolph Bronze gewann, trotzdem noch ein richtig gutes Turnier werden.

Für Sophia Rudolph wurde es allerdings auch im Einzel sehr erfolgreich. Denn im Viertelfinale lieferte sie sich mit Haiyan Aye (TSV Schwarzenbek) ein grandioses Match. Der erste Satz ging 11:6 an Aye, bevor Sophia Rudolph ebenso deutlich ausgleichen konnte. Im dritten Satz hatte anfangs die Lokalmatadorin alles im Griff, bis die Finowerin  beim Stand von 1:7 ihre Kämpferqualitäten zeigte und den Satz noch mit 12:10 für sich entschied. Aye gewann mit 11:8 den vierten Satz, sodass das Spiel um den Einzug ins Halbfinale – womit sowohl die Bronzemedaille als auch die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft sicher wäre – in den fünften Satz gehen musste.

Da konnte bis zum 9:3 Aye auftrumpfen ehe Sophia Rudolph eine unglaubliche Aufholjagd startete. Denn sie konnte den Satz noch mit 11:9 gewinnen. Die große Brandenburger Delegation war aus dem Häuschen und auch Trainerin Claudia Petereit, die das Spiel krank zu Hause im Bett per Livestream verfolgen musste, hatte sicherlich die ein oder andere Freudenträne im Auge. Somit wird die Oberligaspielerin eine der Jüngsten bei den Deutschen Meisterschaften der Schülerinnen sein. Im anschließenden Halbfinale gab es eine deutliche Niederlage gegen die spätere Norddeutsche Meisterin Stella Lin Wonschik vom TTG 207 Ahrensburg.

Nicht ganz so erfolgreich waren die Schüler des TTC Finow. Louis Bath, Johannes Bernitz und Matti Klein verabschiedeten sich mit jeweils einem gewonnenen Spiel in der Gruppenphase aus der Konkurrenz des Einzelwettbewerbs.

Im Doppel der Mädchen lief es allerdings für Chiara Baltus und Alina Schön richtig gut. Nachdem sie in einem packenden Duell im Viertelfinale noch mit einem blauen Auge davongekommen waren, reichte dem eingespielten Duo im Halbfinale eine 2:0-Führung nicht. Gegen die späteren Meisterinnen mussten sie noch eine hauchdünne Niederlage im Entscheidungssatz hinnehmen.

Chiara Baltus, die aufgrund starker Leistungen in den Ranglistenturnieren bereits einen Startplatz für die Deutschen Meisterschaften der Schülerinnen bekommen hatte und somit bei den Norddeutschen Meisterschaften bei den Mädchen starten durfte, konnte alle Gruppenspiele gewinnen. Auch Alina Schön qualifizierte sich mit einem guten zweiten Platz fürs Achtelfinale.

Hier gab es dann allerdings für beide ein bitteres Los. Denn sie wurden zueinander gelost, sodass die beiden Freundinnen im direkten Duell um den Einzug ins Viertelfinale kämpfen mussten. In einem sehr sehenswerten und engen Duell setzte sich am Ende Alina Schön mit 3:2 durch. Dann war allerdings die spätere Vizemeisterin Michelle Weber eine Nummer zu groß für die 16-jährige Finowerin.

Nach dem Turnier äußerte sich der Brandenburger Landestrainer Uwe Beyer sehr zufrieden über das Abschneiden der weiblichen Starter des TTC. Alle vier haben bei entsprechendem Trainingseinsatz und Motivation, noch eine große Zukunft vor sich. Für die Schüler fand er das ein oder andere kritische Wort. Denn die guten Trainingseindrücke, spiegeln sich zu selten im Wettkampf wieder. Eine neue Chance sich auf Norddeutscher Ebene zu beweisen, wird es voraussichtlich im nächsten Jahr in Bernau geben. Denn die nächsten Norddeutschen Meisterschaften der Schüler und Jugend werden am 25. und 26. Januar 2020 im Barnim ausgetragen.

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