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Schulamt kehrt nach Eberswalde zurück

Geschichte: Das Schulamt hatte seinen Sitz im Behördenzentrum. Heute ist hier die Außenstelle vom Amtsgericht.
Geschichte: Das Schulamt hatte seinen Sitz im Behördenzentrum. Heute ist hier die Außenstelle vom Amtsgericht. © Foto: MOZ/Thomas Burckhardt
Susan Hasse / 11.02.2019, 09:00 Uhr
Eberswalde (MOZ) Die Kreisstadt Eberswalde soll wieder ein Schulamt bekommen. Besser gesagt, eine Außenstelle des Schulamtes Frankfurt Oder soll in der Stadt angesiedelt werden. Das bestätigte Bildungsministerin Britta Ernst gegenüber der MOZ. „Ich freue mich, wenn das klappt“, so Ernst. Am Dienstag werde sich das Regierungskabinett bei seiner Sitzung in Prenzlau mit dem Thema befassen, kündigt die Bildungsministerin an. Weitere Details, wie und vor allem wann das Ziel realisiert werden kann, werde das Ministerium in Kooperation mit dem Schulamt in Frankfurt/Oder erarbeiten, heißt es weiter. So müsse beispielsweise der genaue Standort geklärt werden. Die Außenstelle in Eberswalde soll “personell ausreichend ausgestattet werden“, heißt es weiter . „Die Region der Kreise Barnim und Uckermark entwickeln sich gut“, so Ernst. Vor allem die Entwicklungsachsen Werneuchen und Wandlitz sollen weiter gestärkt werden. Da vor allem junge Familien in diese Region ziehen, spiele das Thema Bildung eine wichtige Rolle.

Die Landesregierung hatte im Zuge eine Strukturreform die staatliche Schulaufsicht 2014 zentralisiert und das Schulamt für die Landkreise Uckermark und Barnim in Frankfurt an der Oder angesiedelt. Fortan mussten Lehrer nach Frankfurt fahren, wenn sie mit der Schulaufsicht Klärungsbedarf hatten. Es wurde immer wieder Kritik laut, etwa dass die Mitarbeiter in Frankfurt viel zu weit weg wären, um die Probleme vor Ort zu kennen, geschweige denn lösen zu können.

Vor allem die CDU hatte in den vergangenen Monaten das Thema für sich entdeckt. Im Wahlkampf um den Landratsposten im Barnim wurde sogar eine Petition vom CDU Kreisverband Eberswalde gestartet. Auch in der Uckermark wurde das Thema von der neugewählten CDU-Landrätin Karina Dörk forciert. Ihr Vorschlag, eine Außenstelle des Schulamtes in Angermünde zu etablieren, dürfte nun obsolet sein. Vor rund zwei Wochen hatte der Kreisverband der CDU in Eberswalde die Unterschriftensammlung zum Petitionsausschuss nach Potsdam geschickt. CDU-Kreisvorsitzender Danko Jur begrüßt die Entscheidung  der Landesregierung: „Gut, dass die rot-rote Regierung dem massiven Bürgerwillen nachgibt und die selbst verursachte Fehlentwicklung endlich korrigiert“, so Jur.

Allerdings ist wohl noch etwas Geduld gefragt: Zum genauen Zeitpunkt, ab wann die Außenstelle tatsächlich eingerichtet wird, kann Ministerin Ernst noch nichts sagen.

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