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Bauprojekt
Kanalausbau startet in Kürze

Bauvorbereitungen: Vor einem Jahr waren am Kanal Bäume gefällt worden.
Bauvorbereitungen: Vor einem Jahr waren am Kanal Bäume gefällt worden. © Foto: Thomas Burckhardt
Viola Petersson / 11.02.2019, 19:38 Uhr
Eberswalde (MOZ) Vor gut einem Jahr hatte das Projekt bereits Wellen geschlagen und unter Anliegern teils für Empörung gesorgt, als das Wasser- und Schifffahrtsamt nämlich Flächen rodete. Jetzt wurde für den Ausbau des Oder-Havel-Kanals nach europaweiter Ausschreibung der Zuschlag erteilt. Der Auftrag mit einem Volumen von etwa 65 Millionen Euro ging laut WSA Eberswalde an die Strabag Wasserbau GmbH.

Das Hamburger Unternehmen wird bis 2026 einen gut sieben Kilometer langen Abschnitt der Wasserstraße instandsetzen, verbreitern und vertiefen. Und dabei Massen bewegen, so Steffen Zasada vom WSA, der das Projekt betreut. Mit dem Ausbau zwischen Marienwerder und Lichterfelde werde zugleich eine Lücke im Netz geschlossen. Denn die angrenzenden Abschnitte seien bereits realisiert worden. Der Ausbau der sogenannten Dichtungsstrecke erfolge bei laufendem Betrieb, also unter Aufrechterhaltung der Schifffahrt, so Zasada.

Nach der Bauanlaufberatung jüngst werde in den nächsten Tagen oder Wochen die Baustelle eingerichtet. Mit dem eigentlichen Baubeginn sei zum Frühjahrsanfang zu rechnen. Der Startschuss falle im Bereich der Clara-Zetkin-Siedlung. Zudem müsse bei Finowfurt das Zwischenlager hergerichtet werden. Zu den wichtigsten Arbeiten gehören die Neuprofilierung der Dämme auf der Nordseite zwischen Steinfurter Brücke und Siedlung sowie die Verbreiterung der Wasserstraße auf 55 Meter (aktuell 34 Meter). Der eigentliche Ausbau, so erklärt Zasada, werde weitestgehend auf der Südseite realisiert. Wegen der Vegetationsperiode und der naturschutzfachlichen Belange war die Rodung im vergangenen Winter erfolgt.

„Aus Wasserbau-Sicht ist der gut sieben Kilometer lange Abschnitt eines der größten Lose, die wir am Stück ausführen“, sagt der WSA-Vertreter. Das sowie die besonderen Bedingungen erklären die lange Bauzeit. Dazu gehöre auch die Abstimmung mit der Straßenbauverwaltung zum geplanten Bau der B 167n. Bei den Baggerarbeiten fallen laut WSA rund eine Million Kubikmeter Baggergut an. Das werde auf dem Wasserweg zum Zwischenlager transportiert. Benötigt werden 500 000 Quadratmeter Tondichtung und 500 000 Tonnen Wasserbausteine.

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