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Brandenburgligist FSV Bernau besiegt SV Schwarz-Rot Neustadt 2:1

Fußball
Langweiliger Kick auf Rehberge

Torschütze zum 1:0: der Bernauer Georg Machut (in Blau) gegen den Neustädter Duc Nguyen
Torschütze zum 1:0: der Bernauer Georg Machut (in Blau) gegen den Neustädter Duc Nguyen © Foto: Ingo Muhme
Ingo Muhme / 12.02.2019, 05:15 Uhr
Bernau (MOZ) Im vorletzten Test vor dem Rückrundenstart in der Fußball-Brandenburgliga, der am kommenden Samstag mit dem Nachholspiel gegen Lübben beginnt, schlägt der FSV Bernau den Landesligisten aus Neustadt an der Dosse verdient mit 2:1.

Doch wer glaubte, eine sehenswerte Generalprobe mit Selbstbewusstsein tankenden Bernauern zu erleben, sah sich schnell getäuscht. „Normalerweise muss man bei der Überlegenheit mehr Tore herausspielen, da habe ich schon mehr erwartet. Wir sind noch nicht ganz bei 100 Prozent, da müssen wir auf jeden Fall zu legen. Im zweiten Durchgang hat sich das Spiel dann so hin geschlunzt“, erklärte FSV-Coach Christin Städing den etwas durchwachsenen Auftritt seiner Truppe. Dabei hatte er in seinem Statement wohl absichtlich kaum Kritisches gesehen und damit seine Jungs schon etwas in Schutz genommen.

Es war ein langweiliger Kick, in der Neustadt vom Brandenburgligisten wohl auch mehr erwartete. Schwarz-Rot stand kompakt in Erwartungshaltung und hoffte auf Fehler der Gegnerschaft. Den machte der FSV im Vorwärtsgang schon in der 4. Minute, den Tarik Wenzel nach einem langen Diagonalball rigoros mit dem 0:1 bestrafte.

Bernau mühte sich um sichtbaren Klassenunterschied, der sich zwar im Ballbesitz widerspiegelte, aber oft an der Strafraumgrenze endete. Alexander Schadow versuchte sich im Abschluss, aber mehr als Halbchancen waren nicht zu verzeichnen. Den Ausgleich erzielte Georg Machut in der 16. Minute, als er nach einem Querpass durch den Fünfmeterraum völlig frei zum Einschuss eingelaufen war.

Der Treffer machte die Partie nicht besser, den FSV aber sicherer. Christian Städing forderte immer wieder lautstark das „Tempo“, doch diesem Wunsch kamen seine Spieler nur selten nach. In der 29. Minute ging es dann mal schnell und schon fiel der zweite Bernauer Treffer. Kim Schwager hatte sich per Doppelpass in den Strafraum getankt und zum mitgelaufenen Alexander Schadow quergepasst, der dann alle Freiheiten hatte, um einzunetzen.

In der Folge dominierte Bernau die Partie, aber weithin viel zu passiv und umständlich.

Zum Wiederanpfiff prüfte Neustadts Tarik Wenzel FSV-Keeper Danny Kempter mit sehenswertem Schuss, den der Torsteher mit guter Parade zur Ecke entschärfte (47.). Damit war die Partie praktisch beendet. Die von Städing angesprochene Zeit der „Schlunzerei“ zog ein, in der der FSV zwar weiterhin überlegen seine Fäden zog, sich aber nur selten im Abschluss zeigte.

Neuzugang Marinko Becke, der mit Oberligaerfahrung im Winter nach Bernau kam, zeigte gute Ansätze und wird der Truppe sicherlich weiterhelfen. „Ich plane den Jungen auf der Sechserposition, er ist sehr fleißig und zweikampferfahren“, zeigte sich Städing mit dem Neuzugang zufrieden, obwohl ihm die Personaldecke im Allgemeinen schon etwas Kopfzerbrechen bereitet. „Das könnte heute schon die Elf für den Auftakt gegen Lübben gewesen sein. Ich habe ja kaum Alternativen, mehr haben wir zurzeit nicht.“

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