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Straßenbauarbeiten an seit März erneut gesperrter L 29 zwischen Liepe und Oderberg gehen voran / Spatenstich vor gut einem Jahr

Bauarbeiten L 29
Bis Ende April, länger nicht

Julia Lehmann / 14.03.2019, 10:30 Uhr
Liepe/Oderberg (MOZ) Bei Minusgraden fing vor einem Jahr alles an. Die Temperaturen hatten das Vier-Millionen-Euro-Projekt, die Erneuerung der L.29 zwischen Liepe und Oderberg, dann gleich mal einen guten Monat verzögert. Seit Monatsanfang ist die Straße zum zweiten Mal voll gesperrt.Über Weihnachten sollte die Durchfahrt zwischen Liepe und Oderberg wieder möglich sein. Das hat geklappt. Autofahrer müssen aber seit März wieder mit einer voll gesperrten L 29 leben. Denn nun gilt es die Fahrbahndeckschicht, Seitenbereiche, Parkplätze, Einfahrten und Gehwege herzustellen. Offiziell gilt die Vollsperrung.

Ausnahmen gibt es aber für Linienbus und Feuerwehr. "Das klappt gut", sagt Henry Radunz, Polier bei der zuständigen Baufirma Strabag. Die Feuerwehr würde sogar vorher anrufen, wenn sie die Baustelle passieren müsse. Probleme würden allerdings Autofahrer bereiten, die die halbseitige Öffnung am Tage wie in der Nacht mitnutzen. "Wir stellen vermehrt fest, Kraftfahrer werden aggressiver", sagt Hans-Jürgen Otte vom Landesbetrieb Straßenwesen. Dabei lassen die Männer durchaus mit sich verhandeln. Solange sich Autofahrer "benehmen", wie Otte sagt, wird niemand von der Durchfahrt abgehalten.

Mit der neuen Arbeitsstättenrichtlinie würden andere Mindestabstände gelten, deshalb habe sich eine Vollsperrung nicht abwenden lassen. Sie enthält veränderte Mindestabstände für die Sicherheit und den Gesundheitsschutz Beschäftigter. Die Eberswalder Chaussee (L 29) ist mit ihren insgesamt nur sechs Metern eh nicht von üppiger Breite.

Auf dem Abschnitt ab dem Restaurant "Seeblick" bis zum Ende der Wohnbebauung säumt inzwischen auf der Kanalseite ein schmaler Gehweg sowie ein Geländer die Straße. Was längst nicht mehr zu erahnen ist, sind die darunter in die Erde gebrachten Bohrpfähle. Acht Meter tief, 60 Zentimeter breit, dicht an dicht. Aus Richtung Liepe kommend bis zum Restaurant, dort wo keine Häuser stehen, hat man sich für Spundwände entschieden, um die Straße festzuhalten. An der Hangseite ist ebenfalls ein Weg mit Schottertragschicht sowie Gabionenwände entstanden.

Geplant war zunächst eine andere bauliche Lösung. Der Wasserdurchfluss sei allerdings zu stark. Bohrpfähle, also in den Boden eingegossene Betonpfähle, könnten besser verhindern, dass die Straße unterspült wird, das Wasser aber trotzdem abfließen kann. "Das ist kein alltäglicher Straßenbau", sagt Horst Bauer, Sachbearbeiter Bauüberwachung beim Landesbetrieb. Die Herausforderung in der Eberswalder Chaussee besteht in der Hanglage. Wasser von der Bergseite – Untersuchungen hätten ergeben, dass es aus dem Parsteiner See stammt – zieht das Erdreich und so auch die Straße immer weiter in Richtung Kanal. Die Straße sackte ab und war vor Beginn der Arbeiten bereits nur einseitig befahrbar.

"Die Stadt muss sich  nun um die Erneuerung der Straßenbeleuchtung kümmern", sagt Hans-Jürgen Otte. Die meisten Laternen stehen. Dass man nun die knappe Stadtkasse dafür belasten soll, hatte unter den Stadtverordneten für Unmut gesorgt.

Offen sind noch Entwässerung, Einfahrten, Parkplätze. Zur Hälfte hat die Straße schon ihre endgültige Oberfläche aus Asphaltbeton bekommen. Auf dem Teil zwischen Pimpinellenberg bis zum Restaurant werde der Übergangsbelag noch durch Asphaltbeton getauscht. "Wir werden bis Ende April brauchen, länger aber auch nicht", versichert Otte.

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