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Dorfentwicklung
Weiter so mit Niederfinow oder Aufbruch?

Wohin soll es gehen? Wie sich die Region um die beiden Schiffshebewerke in Niederfinow entwickeln könnte, wollte die zuständige Planungsagentur von den Teilnehmern wissen. Der Neubau (Hintergrund) soll das alte irgendwann ablösen.
Wohin soll es gehen? Wie sich die Region um die beiden Schiffshebewerke in Niederfinow entwickeln könnte, wollte die zuständige Planungsagentur von den Teilnehmern wissen. Der Neubau (Hintergrund) soll das alte irgendwann ablösen. © Foto: tb
Matthias Wagner / 09.04.2019, 07:30 Uhr - Aktualisiert 08.04.2019, 20:46
Niederfinow Die Zukunft sei das "unentdeckte Land" heißt es in einem bekannten Science-Fiction-Film. Und am Sonnabendnachmittag ging es im Informationszentrum des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes am Fuße des alten Schiffshebewerkes in Niederfinow um Zukunftsperspektiven für die Gemeinde mit ihren zwei Schiffshebewerken. Einem historischen und einem gerade entstehenden.

Da in der Region niemand über entsprechende Erfahrungen verfügt, wurden vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Eberswalde zwei Agenturen beauftragt, sich von Oktober 2018 bis September 2019 mit der Thematik zu beschäftigen. Der Auftrag besteht in der Entwicklung eines Nutzer- und Betreiberkonzeptes für den Standort der beiden Schiffshebewerke.

Für das team red aus Werder an der Havel war am Wochenende Klaus Klöppel vor Ort. Team red beschäftigt sich unter anderem mit Tourismus und Marketing.

Johannes von Korff referierte als Mitarbeiter der Futour Dresden, die sich seit 1991 der Umsetzungsberatung für Tourismus und Regionalentwicklung gewidmet hat. Es werden ganzheitliche Lösungen bevorzugt. Im Wesentlichen wurden vor diesem Hintergrund zwei Szenarien für den Ort entworfen. Einmal die Vorstellung eines "Weiter so", das eine touristische Nutzung wie bisher in den Vordergrund stellt und zum anderen ein "Aufbruch zu neuen Ufern", dem der Grundgedanke einer gemeinsamen Erlebnisqualität im Rahmen eines vernetzten Angebotes mit vorhandenen Potentialen, innovativ und dauerhaft entwickelt, zu Grunde liegt. Die Diskussion der etwa 30 anwesenden Vertreter aus Politik, Amtsverwaltung, Wasserschifffahrtsamt, Tourismus, Vereinen und anderen wurde im Anschluss an die jeweiligen Arbeitsblöcke sehr lebhaft, engagiert aber konstruktiv geführt.

Karsten Förster vom Kanuverleih Oderberg plädierte für den Erhalt des historischen Hebewerkes. Es sei der eigentliche Besuchermagnet wurde auch von anderen ins Feld geführt. Sebastian Dosch vom Wasser- und Schifffahrtsamt Eberswalde gab allerdings zu bedenken, dass allein aus Kostengründen nur eines der beiden Hebewerke in Betrieb bleiben kann. Einhellige Meinung war indes die Förderung des Tourismus zur Stärkung der Region. Unter anderem wurde der Wunsch nach einer touristisch nutzbaren Anlegestelle direkt im Ort wiederholt vorgetragen. Für den Verein "Unser Finowkanal" sprach Heiner Fellmer über die Bedeutung der historischen Wasserstraße und die Notwendigkeit einer durchgängigen Beschiffbarkeit, die in engem Zusammenhang mit dem alten Schiffshebewerk steht.

"Der Nachmittag erwies sich als sehr produktiv" resümierte Klaus Klöppel am Ende. Er durfte sich über zahlreiche Anregungen und Ideen freuen. Holger Lampe, erster Beigeordneter des Kreises, versprach ein Engagement des Landkreises Barnim und Unterstützung, wenn es um die Nutzung von Fördermitteln geht. "Lassen Sie uns einfach anfangen", ermunterte er die Teilnehmer. Jörg Matthes, Behördenleiter des Amtes Britz-Chorin-Oderberg, brachte zum Ausdruck, dass im laufenden Projekt schon viel erreicht worden sei.

Seit gut zehn Jahren entsteht auf dem Oder-Havel-Kanal in Niederfinow ein zweites Schiffshebewerk, gleich neben dem "alten", das bereits seit 1934 den Höhenunterschied von 36 Metern des Kanals überwindbar macht.

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