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Grundsteinlegung
Kita aus dem Baukasten

Versenkt: In diesem Rohr in der späteren Bodenplatte bleibt die Kartusche mit den Kinderzeichnungen für die Nachwelt erhalten. Baudezernentin Anne Fellner verschließt die Hülse mit Mörtel. Am Freitag wird die Bodenplatte geschüttet.
Versenkt: In diesem Rohr in der späteren Bodenplatte bleibt die Kartusche mit den Kinderzeichnungen für die Nachwelt erhalten. Baudezernentin Anne Fellner verschließt die Hülse mit Mörtel. Am Freitag wird die Bodenplatte geschüttet. © Foto: Thomas Burckhardt
Viola Petersson / 11.04.2019, 06:30 Uhr
Eberswalde (MOZ) Der Nachwuchs versenkt die obligatorische Kartusche in der späteren Bodenplatte. Baudezernentin Anne Fellner schwingt fachmännisch die Kelle und kleckert Mörtel drauf. Und Bürgermeister Friedhelm Boginski, ganz Lehrer, gibt die entsprechenden Arbeitsschutzanweisungen. – Am Mittwochnachmittag wurde in der städtischen Kita "Spielhaus" in Ostende der Grundstein für den Erweiterungsbau gelegt.

Stadt investiert 2,5 Millionen

Ein Akt, den nicht nur die Profis, sondern vor allem die vielen kleinen Bauarbeiter voller Spannung erwartet haben. Mit passender Deko im Haus, mit vielen Zeichnungen, mit der entsprechenden Fahrzeugtechnik – ­vom Mini-Bagger bis zum kleinen Dumper wurde alles aufgeboten – sowie stilechter Bauarbeitermontur hatte sich der Nachwuchs bestens vorbereitet auf den großen Tag, da es nun endlich richtig losgeht.

Das kommunale Vorhaben ist fast schon ein Projekt der Superlative. Nicht nur weil es mit 2,5 Millionen Euro extrem teuer ist (nämlich etwa 60 000 Euro pro Platz) und es seit den ersten Kalkulationen zu einer Kostenexplosion kam (ursprünglich war die Stadt von 1,5 Millionen Euro ausgegangen), sondern vor allem auch in puncto Bauzeit. In rekordverdächtigen dreieinhalb Monaten soll der Anbau bereits bezugsfertig sein. Die Abnahme bzw. Übergabe zum 31. Juli ist eine Bedingung der Förderung. Weshalb sich Eberswalde erstmals für die Modulbauweise und das Prinzip des sogenannten Totalunternehmers entschieden hat. Heißt: ein Kita-Anbau gewissermaßen aus dem Baukasten und aus einer Hand. Im September hatte das Parlament den Auftrag für Planung und Bau an die Firma Kleusberg aus dem rheinland-pfälzischen Wissen vergeben. Im Januar lag die Baugenehmigung vor. Wenig später begannen vor Ort die vorbereitenden Arbeiten, während in dem Werk bei Halle (Saale) die Module in die Produktion gingen. Kommende Woche sollen sie "einfliegen" und an der Tornower Straße montiert werden. Schon weitgehend vorgefertigt, etwa mit Fenstern, Böden und Decken. Zuvor, am Freitag, rollen die Betonfahrzeuge an, um die Bodenplatte fertigzustellen.

260 Eltern warten den jüngsten Erhebungen zufolge derzeit auf einen Kita-Platz. Mit der Fertigstellung des Ergänzungsbaus für das "Spielhaus" könnte die Stadt wieder etliche Wünsche erfüllen und Anträge genehmigen. Gerade auch von jungen Familien in Ostende und Südend. Aktuell hat die Kita "Spielhaus" eine Kapazität von 135 Plätzen. Dies allerdings nur auf der Grundlage einer Ausnahmegenehmigung, die per 31. Dezember 2019 erlischt.

260 Eltern auf der Warteliste

Ohne Sondererlaubnis könnte die Kita lediglich 123 Schützlinge betreuen. Mit dem Anbau erhöht sich die Kapazität auf 164 Steppkes. Und wenn dieser Anbau steht, so lassen die Kindergartenkinder Maja und Raik die Gäste schon mal wissen, "dann feiern wir ein großes Fest mit Tanzen und Radau". Bis dahin bleibt es für den Nachwuchs spannend – mit der Baustelle vor der Tür.

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