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Das Eberswalder Kick-Box-Team holt zehnmal Edelmetall bei den Ostdeutschen Meisterschaften.Sieben Kämpfer qualifizieren sich durch ihre Erfolge für die Deutschen Titelkämpfe.

Kickboxen
Medaillenregen in Berlin

Reich dekoriert:  die Teilnehmer bei den Nordeutschen- und Landesmeisterschaften vom Kick-Box-Team Eberswalde
Reich dekoriert:  die Teilnehmer bei den Nordeutschen- und Landesmeisterschaften vom Kick-Box-Team Eberswalde © Foto: Verein
Lars Kremps / 16.05.2019, 11:29 Uhr
Berlin (MOZ) Nicht ganz so eine lange Anreise wie sonst zu den internationalen Wettkämpfen hatten die zehn Eberswalder zur Ostdeutschen Meisterschaft in Berlin, bei der auch gleichzeitig die Landesmeister gekürt wurden. Die Ostdeutschen Titelkämpfe waren deshalb auch das Qualifikationsturnier zur Deutschen Meisterschaft.

Für das Kick-Box-Team Eberswalde  startete Marc Hein bei den Newcomern in der Klasse bis 37 kg, Pointfight (Pf), Jugend B, erst in sein zweites Turnier überhaupt. Er setzte im Wettkampf die  Anweisungen  seines Trainers Ricardo Kremps gut um und holte sich Gold.

Auch Lisa Gadenne startete (bis 69 kg, PF, Jugend A) erst in ihren zweiten Wettkampf. Auch sie konnte ihre Trainingsleistungen abrufen und holte sich den Sieg.

Bei den Senioren-Newcomern musste Daniel Göckeritz (bis 89 kg, Leichtkontakt) eine Gewichtsklasse höher als sonst. Doch auch da konnte sich der Eberswalder bis ins Finale durchsetzen. Im Endkampf verkrampfte er, setzte nicht die Anweisungen seines Trainers Lars Kremps optimal um und verlor knapp. Trotzdem kann er mit Silber zufrieden sein.

Mark Seibolt hatte in Berlin seinen ersten Start für das Kick-Box-Team in der Klasse bis 69 kg, Leichtkontakt (LK). Auch er marschierte bis ins Finale durch. Dort war ihm jedoch die Nervosität anzusehen und er konnte so nicht sein Leistungspotential abrufen. Mit nur einem Punkt Unterschied musste er sich geschlagen geben – Platz zwei.

Der Eberswalder Wettkampfkader der Pointfighter begann mit Til Köhn in der Klasse bis 32 kg, Jugend B. Er kämpfte sein erstes Turnier außerhalb der Newcomer-Kategorie und stand gleich im Finale dem amtierenden Deutschen Meister gegenüber. Der Eberswalder zeigte Nervenstärke, schnelle Techniken  und war dem Gegner ebenbürtig. So musste der  Kampf in die Verlängerung gehen. Auch da zeigte sich Til Köhn hellwach und am Ende der Verlängerung stand es weiterhin unentschieden. Im anschließenden Sudden Death spielte sein Gegner seine ganze Erfahrung aus und gewann den Kampf mit einem Punkt Unterschied.

Als nächster des KBT-Wettkampfkaders war Luca Pioch an der Reihe. Er kämpfte sich in der Klasse bis 47 kg, Jugend B, bis ins Finale. Dort konnte er aber nicht an die Leistungen vom letzten siegreichen Wettkampf anknüpfen, setzte nicht die Traineranweisungen um und musste so seinem Gegner zum Sieg gratulieren.

Die Eberswalderin Florentina Hoffmann (bis 42 kg, PF, Jugend B) konnte  sich bis ins Finale leicht durchsetzen, dort unterlag sie und holte Silber. Auch für Cedric Linke war erst im Finale der Junioren, bis 63 kg, PF, Schluss mit der Siegesserie.

Danach musste der Eberswalder A-Wettkampfkader auf die Tatami. Mino Miguel Miserius kämpfte eine Klasse höher (Jugend A, bis 42 kg, PF), da in seiner eigentlichen Gewichtsklasse bis 37 kg kein Gegner gemeldet war. Doch auch da setzte er sich der Nationalteam-Anwärter souverän durch, gewann das Finale klar und holte überlegen Gold.

Als nächstes  musste Anastasia Hoffmann ran, sie ist Mitglied des Nationalteam der WAKO Deutschland. Sie kämpfte ebenfalls eine Gewichtsklasse höher (bis 50 kg, Jugend A). Dort bestätigte sie ihre Nominierung in den Nationalkader und gewann diese Klasse überlegen.

Der Eberswalder Bruno Bohn, der auch den jüngeren Nachwuchs trainiert, hatte in seiner Klasse keinen Gegner und hat sich so kampflos für die Deutsche Meisterschaft qualifiziert.

Das Kick-Box-Team Eberswalde wurden zum Abschluss der Wettkämpfe im Bereich Jugend und Junioren mit dem zweiten Platz bei den erfolgreichsten Teams und im Senioren Bereich mit Platz drei geehrt. Sieben Eberswalder Kickboxer haben sich durch die erreichten Ergebnisse für die Deutsche Meisterschaft am 1. Juni in der Coburg Arena qualifiziert. Nun beginnen die Barnimer Qualifizierten um Cheftrainer Lars Kremps mit den Vorbereitungen für diesen Wettkampf.

Was ist ein Sudden Death?

Der Begriff stammt aus demEnglischen und bedeutet übersetzt plötzlicher Tod. Im Sport wird so eine Entscheidung bezeichnet, wenn nach der regulären Spiel- oder Kampfzeit kein Sieger ermittelt werden konnte. Im Sudden Death wird durch das erste gefallene Tor bzw. die ersten erzielten Punkte der Wettkampf entschieden. In einigen Sportarten gibt es auch andere Begriffe, im Fußball wurde das Golden Goal wieder abgeschafft.

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