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Fußball
Lok-Jungs holen den Landespokal

Ingo Muhme / 12.06.2019, 05:15 Uhr
Eberswalde Die Truppe ist heiß. Wir sind jetzt dran. In der gesamten Saison haben wir nicht verloren, das muss heute klappen", versprühte Matthias Schönknecht, der die Mannschaft gemeinsam mit Trainer Marco Berndt leitet, schon vor dem Spiel Zuversicht. Und die Mannschaft enttäuschte die Verantwortlichen nicht. Lok Eberswalde gewann das Landespokal-Finale der D-Junioren am Ende verdient, obwohl die Kräfteverhältnisse in der Begegnung doch lange anders waren.

Der Druck war groß, die Lok-Jungs waren die einzige Barnimer Vertretung im gesamten finalen Jugendwettbewerb. Doch der Start glückte nach Plan. Schon nach gut einer halben Minute lag Lok mit 1:0 in Front. Vom Anstoß weg wurde ein Angriff über die linke Seite eingeleitet, der mit Flanke in den Strafraum und unhaltbaren Torschuss von Sydney Eick Kaszemeikat zur vielumjubelten Führung abgeschlossen wurde.

Begegnung kostet viel Kraft

Luckenwalde zeigte sich unbeeindruckt und riss das Spiel immer mehr an sich. Die Begegnung kostete bei warmen Temperaturen viel Kraft, weil sich keines der Teams eine Auszeit gönnte, viele Wege ging und gerade im Mittelfeld keinen Zentimeter preisgegeben wollte. Strafraumszenen blieben Mangelware, wobei Luckenwalde mehr Halbchancen verbuchen konnte.

Ausgerechnet in einer Phase, in der die West-Vertreter immer mehr auf den Ausgleich drängelten, erzielte Lok den zweiten Treffer. Ein Pass Richtung rechter Strafraum, den Nils Hidasi annahm und sofort zum Abschluss brachte, wurde von Emilia Marie Schulze unglücklich ins eigene Tor abgefälscht (22.). Luckenwalde blieb weiter am Drücker, doch fehlte der Mannschaft von Sebastian Große ein wenig das Glück und vor allem ein Knipser.

Zum Wiederanpfiff rückte die Kondition in den Vordergrund. Daran hatten beide Vertretungen zu knabbern. Die Intensität ließ nach, so dass die Partie nur noch von der Spannung lebte. Luckenwalde blieb im Vorwärtsgang und hatte mit Luca Dreihardt den auffälligsten Angreifer in vorderster Front. Doch bei den vielen Abschlüssen war immer ein Bein oder Körperteil dazwischen oder Eberswaldes Keeper Philipp Heidbrecht glänzte mit guten Paraden.

Keeper hält Lok-Strafstoß

Lok kam nur noch selten zur Entlastung, schaffte es aber, Nadelstiche zu setzen. Einer dieser Angriffe endete auf der rechten Strafraumgrenze mit einem Foulspiel und sofortiger Strafstoßentscheidung durch Referee Stefan Fleschner. Felix Schönknecht übernahm die Verantwortung, setzte die Kugel flach links an, aber Luckenwaldes Keeper Adam Laszczynski ahnte die Ecke und hielt mit Bravour (49.). Die endgültige Entscheidung war vertagt.

Luckenwalde versuchte vieles, aber im Tornetz der Eberswalder wollte der Ball nicht zappeln. So machte Jacob Koch in der 59. Minuten den Deckel drauf und ließ sich und seine Kollegen im Freudentaumel versinken. Einzig Mannschaftskapitän Toby Warkentin konnte nicht richtig mitfeiern. Er hatte sich in den Schlussminuten am Knie verletzt und musste von den anwesenden Pflegekräften mit einer Knie-Kühlpackung versorgt werden. Warkentin kam gestützt und unter Tränen zur Siegerehrung und reckte unter großen Jubel den Pokal in den Hennigsdorfer Himmel. "Es wurde das erwartet schwere Spiel. Ich denke, wir haben insgesamt mehr Energie investiert und daher am Ende verdient gewonnen", begann Matthias Schönknecht die Analyse, sein Kollege Marco Brandt ging dann mehr ins Detail. "So wollten wir eigentlich nicht spielen und zu sehen, wie Luckenwalde das Spiel macht. Unser Vorhaben war, eindeutig die Spielkontrolle zu übernehmen, genau so, wie wir das immer angehen. Das Team fällt ja nun positiv gesehen, auseinander. Sechs Spieler gehen in Sportschulen verschiedener Vereine. Das tut schon ein wenig weh", ließ er noch ein wenig Wehmut nachklingen.

Nächstes Finale wartet schon

Nun muss das Team noch zum Landesmeisterschafts-Finale. Obwohl die offizielle Tabelle wegen Nichtantritten verschiedener Gegner noch nicht gradegerückt ist, sollte sich Lok Eberswalde schon jetzt Meister der Landesliga Ost nennen dürfen. "Unsere Chancen im Meisterschaftsfinale werden geringer sein, da man dort eine Menge Glück benötigt. Unser Augenmerk lag von Anfang an auf dem Pokalerfolg. Wir würden uns am Ende über eine Platzierung unter den ersten drei nicht beschweren", so Marco Brandt mit Hinblick auf den Saisonschluss.

Lok Eberswalde: Philipp Heidbrecht – Willi Berg, Toby Warkentin, Bela Tiedemann, Lukas Lenk, Jacob Koch, Sydney Eick Kaszemeikat, Felix Schönknecht - Auswechselspieler: Tammes Wünsch, Finley Ringel, Nils Hidasi, Paul Wunderlich

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