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Uwe Kosanke wird Schulleiter am Eberswalder Humboldt. Der Wunschkandidat der Schulkonferenz setzte sich letztlich gegen starke Mitbewerber durch.

Schule
Gymnasium mit neuer Spitze

Amtshandlung: Uwe Kosanke gratuliert Annika Janine Wegner-Repke (rechts) und Melina Josephine Bache zum 1,0-Abitur. 75 Abiturienten des Humboldt-Gmynasiums erhielten Mittwoch im Kloster Chorin ihr Zeugnis. Der Zensurendurchschnitt liegt bei 2,2.
Amtshandlung: Uwe Kosanke gratuliert Annika Janine Wegner-Repke (rechts) und Melina Josephine Bache zum 1,0-Abitur. 75 Abiturienten des Humboldt-Gmynasiums erhielten Mittwoch im Kloster Chorin ihr Zeugnis. Der Zensurendurchschnitt liegt bei 2,2. © Foto: MOZ/Thomas Burckhardt
Susan Hasse / 12.06.2019, 21:00 Uhr
Eberswalde (MOZ) Nach zwölf Monaten ist endlich ein Nachfolger für die Schulleiterstelle in Eberswaldes größtem Gymnasium gefunden: Uwe Kosanke, Wunsch bzw. Herzenskandidat der Schüler und deren Gremium bekommt den Job.

Die offizielle Ernennungsurkunde durch das Ministerium hält Uwe Kosanke zwar noch nicht in den Händen, aber das sei nur noch eine Formsache, heißt es. Ab dem neuen Schuljahr leitet er die Geschicke am Alexander-von-Humboldt-Gymnasium.

Gleich zwei Ausschreibungsrunden gab es zur Neubesetzung der vakanten Stelle. Der langjährige Schulleiter Uwe Meier ist im Juni 2018 in den Ruhestand gegangen. Die erste Ausschreibung wurde von der Gleichstellungsbeauftragten für ungültig erklärt, da sich keine Frau bewarb. Doch auch in der zweiten Runde wagte keine Bewerberin ihren Hut in den Ring zu werfen. Stattdessen waren es wieder die gleichen Bewerber, die den Posten haben wollten. Heißer Kandidat im Rennen galt lange Zeit Hardy Schalitz, einst Schulrat im Eberswalder Schulamt bis dieses nach Frankfurt umsiedeln musste. Schalitz war zuletzt im Schulamt Neuruppin beschäftigt, wollte dem Vernehmen nach wieder in seiner Heimatstadt arbeiten. Er soll auch Favorit des Schulamtes gewesen sein. Kosanke, der sich an der Schule großer Beliebtheit erfreut, war dagegen der Wunschkandidat der Schüler vor Ort.  Am Ende musste das Bildungsministerium eine Entscheidung treffen:

Der studierte Mathelehrer, seit 1991 bereits Stellvertreter der Schulleitung, freut sich auf die Berufung: Die Schule liege ihm seit jeher am Herzen. Kosanke hat in Eberswalde Abitur gemacht und startete hier auch seine Lehrerkarriere. Bereits bei der Gründung war er an Bord des Gymnasiums und formte zusammen mit Schulleiter Uwe Meier eine Abiturientenschmiede auf höchstem Niveau. Einen guten Ruf hat die Schule vor allem wegen ihres starken naturwissenschaftlichen Profils. Heute gibt es am "Humbi" eigens Klassen für Hochbegabte, in denen Kinder aus Schwedt oder Randberlin unterrichtet werden wollen.

Lehrermangel treibt alle um

Doch auch am Humboldt-Gymnasium kämpfen Lehrer mit dem allgegenwärtigen Lehrermangel. "Wir wollen eine verlässliche Schule sein und möglichst wenig Ausfall vorweisen", gibt Kosanke die Marschroute für die Zukunft vor. Zudem will Kosanke künftig verstärkt auf die Themen der Zeit Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein setzen: Sowohl der Schulalltag als auch die Lerninhalte sollen nachhaltiger werden, kündigt er an.

Unbesetzte Stellen und die langwierige Suche nach Nachfolgern gibt es auch an anderen Schulen im Oberbarnim. So war etwa die Oberschule Finowfurt ein Jahr ohne Leitung. Auch die stellvertretende Schulleiterstelle der Bruno-H.-Bürgelschule ist seit Monaten unbesetzt. In der kommenden Woche geht auch die Schulleiterin Petra Eilitz in den Ruhestand. Die Schule sollte sich schon darauf einstellen, monatelang führungslos zu bleiben.

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