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Jubiläum
Clara-Zetkin-Siedler feiern ihre Gründung

Ein Magnet für Kinder: Die Abenteuer im Märchenwald fesselten die Kinder sofort.
Ein Magnet für Kinder: Die Abenteuer im Märchenwald fesselten die Kinder sofort. © Foto: Matthias Wagner
MOZ / 18.06.2019, 06:15 Uhr - Aktualisiert 18.06.2019, 08:40
Eberswalde (MOZ) Eberswalder Ortsteil erinnerte an seine Gründungsgeschichte mit einem großen Fest, die 1934 begann.

Das ist ein erhebliches Alter", sagte Sylvia Pöschel, Vorsitzende des Vereins Siedlergemeinschaft Clara-Zetkin-Siedlung zum 85. Jubiläum, das am Sonnabend gefeiert wurde.  Erheblich waren auch die Temperaturen, die sich deutlich oberhalb der 30-Grad-Marke bewegten.

Deshalb und wohl auch wegen zeitgleich stattfindender Feste andernorts hielt sich der Besucherandrang zunächst in Grenzen. Gegen Abend füllte sich der Platz vor der Feuerwehr jedoch. Sylvia Pöschel gab zunächst einen kurzen Überblick über die wechselvolle Geschichte der Siedlung, die näher an Lichterfelde grenzt als an Finow und dennoch seit jeher zu Eberswalde gehört. Der Grundstein für die Siedlung wurde 1934 im Beisein von 200 Siedlerfamilien und ihrer 428 Kinder gelegt. In der damaligen  Dietrich- Eckart-Siedlung wurden dereinst Doppelhäuser und Einfamilienhäuser im Auftrag der Messingwerke und der Kurmärkischen Kleinsiedlung Gesellschaft gebaut. Die Siedlerfamilien musste beim Bau allerdings mit anpacken und so entstanden bis 1937 über 300 Häuser für Familien. Zeitgleich wurde auch die Freiwillige Feuerwehr ins Leben gerufen und ein Schulgebäude errichtet.

Nach dem Krieg wurde der Ortsteil in Clara-Zetkin-Siedlung und auch viele Straßen dort, die nicht zum Sozialismus passten, umbenannt.  Zu DDR-Zeiten boomte die Siedlung: Es wurden weitere Häuser gebaut und es gab einen Kindergarten und sogar eine Oberschule für den Nachwuchs. Nach der Wende ging es in dieser Hinsicht bergab: Die Schule wurde zunächst zur Grundschule, um dann ganz geschlossen zu werden. Heute fahren  die Schüler mit dem Bus.

Eberswalder Bürgermeister Friedhelm Boginski lobte die Zetkin-Siedlung dennoch als Vorzeigesiedlung. Vieles sei inzwischen erreicht worden, anderes müsse noch entstehen, fuhr Boginski fort. "Machen sie mit und bringen sie sich ein", forderte er die Anwesenden auf.

Dass die Gemeinschaft in der Clara-Zetkin-Siedlung noch immer groß geschrieben wird, zeigte sich beim 85-Jubel-Fest, bei dem die Feuerwehr und der Siedlerverein die kulinarische Versorgung organisierte. Auch in Sachen Unterhaltung wurde einiges auf die Beine gestellt: Für die Kinder war eigens eine Dusche aufgestellt und ein buntes Programm organisiert. Das Kinderschminken mit Bianca und Emelly und eine Fakir-Show erfreuten sich großer Beliebtheit. Außerdem gab es für die Kleinsten bunte Karussells. Mit einer Party für Jung und Alt mit dem Duo "Sweet Harmony" aus Neubrandenburg ging der Abend dann rhythmisch in die Nacht über.

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