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Auf dem Gelände des Klärwerks Eberswalde entsteht ein neues, nachhaltiges Funktionsgebäude. Jetzt wurde Richtfest gefeiert.

Investition
Kläranlage Eberswalde bekommt neuen Holzbau

Bauherr und -firma feierten Richtfest: (v. l.) Burkhardt Schröder, Petra Walter, Marek Czyborra, Thomas Gelhaar, Wolfgang Hein und Volker Pagel. Die Container sind bereits gewichen. An der Stelle wächst jetzt das neue Funktionsgebäude, ein Haus aus Holz.
Bauherr und -firma feierten Richtfest: (v. l.) Burkhardt Schröder, Petra Walter, Marek Czyborra, Thomas Gelhaar, Wolfgang Hein und Volker Pagel. Die Container sind bereits gewichen. An der Stelle wächst jetzt das neue Funktionsgebäude, ein Haus aus Holz. © Foto: MOZ/Thomas Burckhardt
Viola Petersson / 13.08.2019, 10:45 Uhr - Aktualisiert 13.08.2019, 11:15
Eberswalde (MOZ) Im Sommer ein Brutkasten, im Winter beinahe eine Frischhaltebox. Dazu drückende Enge. Längst haben die Container, ursprünglich nur als Übergangslösung gedacht, ausgedient. Das Provisorium währte weit mehr als 25 Jahre. Höchste Zeit für Ersatz. Auf der Kläranlage Eberswalde wurde jetzt Richtfest für das neue Büro- und Sozialgebäude des Zweckverbandes ZWA gefeiert.

Während das Klärwerk selbst seit 2017 nach einem Masterplan modernisiert, die Technik überarbeitet und ersetzt wird, verbessern sich mit dem Neubau des zweigeschossigen Funktionsgebäudes an der Eichwerder Straße die Arbeitsbedingungen für die etwa 35 Kollegen aus den Bereichen Kläranlage und Kanalnetz. 1,3 Millionen Euro investiert der ZWA laut Wirtschaftsplan in das Projekt, das die Mitarbeiter schon jetzt begeistert.

In wenigen Tagen rohbaufertig

Allein wegen der Bauzeit und der Holzbauweise. Innerhalb von nur vier Tagen stand der Rohbau. Möglich macht dies der hohe Grad der Vorfertigung. Den Zuschlag für den Neubau hatte nach öffentlicher Ausschreibung die Firma MAX-Haus aus Ruhlsdorf erhalten.  Die Produktion im unternehmenseigenen Werk dauere etwa vier Wochen, erklärt Geschäftsführer Burkhardt Schröder.

Vor etwa zwei Jahren habe man das klassische Geschäft des Eigenheimbaus um den Gewerbebau erweitert. So hat MAX-Haus etwa in Sandkrug die Rettungswache errichtet. "Zurzeit errichten wir, neben dem Objekt hier, Mehrfamilienhäuser in Hobrechtsfelde, in der Gemeinde Panketal, für eine Berliner Wohnungsbaugenossenschaft."

Demnächst beginne man mit dem Bau eines Bürogebäudes für das Energieunternehmen Enertrag in der Uckermark. Und für 2020 sei Wohnungsbau in Wandlitz geplant. Denkbar und interessant dürfte die Holzbauweise mit vorgefertigten Elementen ebenso für Kita- und Schulerweiterungen sein, ist Schröder überzeugt. Über die Kapazitäten und das Knowhow würde die Unternehmensgruppe verfügen. Mit der Firma MAX-Technik beispielsweise könne man inzwischen auch die gesamte Haustechnik anbieten. Dazu gehören Heizung, Sanitär und Elektro. Und: Vor wenigen Wochen erst haben die Ruhlsdorfer das einstige Firmengelände des Windkraftanlagen-Herstellers Senvion in Trampe gekauft. "Dort werden wir eine zweite Produktionsstätte eröffnen", kündigt Schröder an.

Doch zurück zur Kläranlage Eberswalde. Der Dachdecker werde in den nächsten Tagen seine Arbeit fertigstellen, dann sei die Fassade dran. Der Baukörper werde mit Lärche verkleidet. "Das Holz ist mit einer Lasur in Grau behandelt", zeigt Schröder auf ein bereits angefangenes Feld. Kein Pflegeaufwand, Dämmung mit natürlichen Holzfasern, atmungsaktiv, angenehmes Klima, ökologisch. "Eben nachhaltig", nennt der Firmenchef Vorteile der Bauweise. Ein Aspekt, der auch dem Bauherrn wichtig ist. Immerhin betreibt der ZWA seit vielen Jahren auf dem Gelände ein Blockheizkraftwerk. "Inzwischen in der dritten Technik-Generation", so Volker Pagel, technischer Leiter beim Verband. Die Abwärme werde zum Heizen genutzt.

Übergabe Ende 2019 geplant

Ende des Jahres soll das neue Funktionsgebäude mit Büros und Sozialtrakt fertig sein und in Betrieb gehen. Die Gestaltung der Außenanlagen folgt 2020. Die Männer um Jeffrey Neumann, amtierender Leiter des Bereiches Schmutzwasser, der den symbolisch letzten Nagel ins Dachgebälk schlagen durfte, sprechen von einem Quantensprung. Um deutlich mehr als 100 Prozent würden sich die Bedingungen verbessern, heißt es.

Bis zum Jahresende soll auch das neue Wasserwerk Oderberg fertig sein. Kurz vor der Übergabe steht inzwischen das Wasserwerk Eichhorst, das komplett saniert wurde. Auf der Kläranlage selbst wird zurzeit die gesamte Niederspannungshauptverteilung erneuert.

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