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In Rüdnitz sollen die Auswirkungen eines Neubaugebiets auf die umliegenden Straßen untersucht werden.

Sechsruthenstücke
Rüdnitzer Verkehrskonzept für alle Fälle

Symbolbild
Symbolbild © Foto: pixabay
Olav Schröder / 14.08.2019, 07:45 Uhr
Rüdnitz (MOZ) Die Erarbeitung eines Verkehrskonzeptes zeichnet sich in Rüdnitz für den Bereich zwischen Bahnhof- und Danewitzer Straße sowie der Bahntrasse ab, auch wenn dies in der jüngsten Gemeindevertretersitzung noch nicht beschlossen wurde. Zuvor soll der Bau- und Planungsausschuss die Aufgabenstellung noch konkretisieren. Die Mittel sind im Haushalt vorgesehen, müssen jedoch erst freigegeben werden.

In der Vergangenheit ist über die Verkehrssituation in diesem Bereich viel diskutiert worden. Hintergrund ist die geplante Bebauung der Sechsruthenstücke. Dabei handelt es sich um ein mehr als sieben Hektar großes, derzeit brachliegendes Areal, von dem knapp fünf Hektar mit Eigenheimen bebaut werden sollen. Da der Bereich innerhalb des Siedlungsgebietes liegt, befürchten Anwohner, dass ihre engen Anliegerstraßen zu Durchfahrtstraßen werden.

Die Siedlung Schulzenaue war dort seit Ende der Zwanziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts entstanden, erläutert der Rüdnitzer Bürgermeister Andreas Hoffmann. Die Grundstücke wurden zu Wohnzwecken und als Gartenland zur Selbstversorgung genutzt. Die Zufahrtswege hatten lediglich die Funktion, dass die Anlieger ihre Grundstücke erreichen konnten und fielen dementsprechend schmal aus. Als solche wurden sie dann in den 90er-Jahren befestigt, ohne dass sie einen sogenannten grundhaften Ausbau erhielten. Die erweiterte Straßenunterhaltung, also die Herstellung einer Asphaltdecke ohne Entwässerung und tiefgründige Befestigung, die heute in Bernau viel von sich Reden macht, sei schon damals in Rüdnitz praktiziert worden, so Hoffmann.

Diese befestigten Straßen sind inzwischen rund 30 Jahre alt. Wenn es einmal erforderlich wird, dass einzelne erneuert werden müssen, dann sollte ein Konzept vorliegen, das die heutigen Anforderungen berücksichtige, so Hoffmann. An einen sofortigen Ausbau der Straßen, sobald das Verkehrskonzept vorliegt, sei aber nicht gedacht.

Als Eckpunkte müsse das Verkehrskonzept die heutigen Situation und den zusätzlich im Wohngebiet Sechsruthenstücke anfallenden Verkehr berücksichtigen. Zu bedenken sei auch die bauliche Verdichtung auf anderen Grundstücken und ein verändertes Kfz-Verhalten. Im Ergebnis seien Empfehlungen im Hinblick auf die Wegeführung, Dimensionierung oder einen Einbahnstraßenverkehr der umliegenden Straßen zu erwarten.

Denkbar sei, dass der Landweg als eine der ersten Straßen erneuert wird, und zwar dann, wenn der Wasser- und Abwasserverband "Panke/Finow" im Wirtschaftsplan 2020/21 Mittel für die Abwasserplanung im Landweg einstellt.

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