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Handball
Am Ende fehlt dem 1. SV Eberswalde nur ein Tor

Neunmal ins Tor getroffen: Der bester Eberswalder Werfer, Robin Wielsch (Mitte oben), setzt sich gegen den Block von Maximilian Hübler durch.
Neunmal ins Tor getroffen: Der bester Eberswalder Werfer, Robin Wielsch (Mitte oben), setzt sich gegen den Block von Maximilian Hübler durch. © Foto: Andreas Gora
Hans-Joachim Haarbrandt / 10.09.2019, 06:30 Uhr
Eberswalde Im letzten Punktspiel der vergangenen Saison holten die Eberswalder in eigener Halle beim 23:23 einen Punkt gegen den hohen Favoriten aus der Landeshauptstadt und belegten den 7. Platz. Für die Potsdamer bedeutete das Unentschieden den Verlust des Vizemeistertitels. Der VfL II gehört auch in dieser Saison zu den großen Staffel-Favoriten.

Die Gastgeber gingen mit einem kleinen Aufgebot und einem neuen Trainer, Dirk Ehrlich, in das Spiel. Mit nur acht Feldspielern, davon noch zwei mit gesundheitlichen Problemen, und zwei Torhütern nahmen sie den Kampf gegen 14 Potsdamer auf.

Minikader bei den Gastgebern

In der Anfangsaufstellung begann Jonas Nagy im Tor und Moritz Assmann führte auf der mittleren Aufbauposition Regie. Kapitän Moritz Assmann blieb es dann auch vorbehalten, das erste Tor der neuen Saison zu erzielen. Damit führte der 1. SV mit 1:0, aber es war leider die einzige Führung für die Gastgeber im Eröffnungsspiel. Die Gäste drehten den Rückstand schnell und nach 9 Minuten zeigte die Anzeigentafel ein 1:4. "Meine Spieler hatten in der Anfangsphase zu viel Respekt vor den Potsdamern", bemerkte Dirk Ehrlich nach dem Spiel. Nach zwei verwandelten Strafwürfen von Moritz Assmann und einem Treffer von Robin Wielsch hatte das Heimteam aber wieder den Anschluss (4:5) hergestellt. Danach zogen die Gäste das Tempo etwas an und konnten ihren Vorsprung wieder ausbauen. Zur Halbzeit führte das Reserveteam des Drittligisten mit 12:8.

In der Pause erinnerte Dirk Ehrlich seine Männer an ihre Stärken und machte ihnen Mut für die zweite Halbzeit. Vorerst blieben die Gäste aber spielbestimmend und konnten ihren Vorsprung (9:13) halten. Als beim Stand von 11:13 der Potsdamer Torhüter einen Siebenmeter von Moritz Assmann halten konnte, war die Aufholjagd der Eberswalder erst einmal unterbrochen. Ihren Respekt hatten die Gastgeber abgestreift und sie spielten mutiger nach vorne. Vor allem der kämpferische Einsatz war vorbildlich. Das kostete für die Eberswalder Spieler, die fast alle 60 Minuten durchspielen mussten, sehr viel Kraft. Aber es war kaum ein Nachlassen der Kräfte zu bemerken, sicher ein Zeichen dafür, dass die Saisonvorbereitung gut absolviert wurde. Nach 45 Minuten hatte sich am Spielstand nicht viel geändert (13:17).

Starkes Aufbäumen

In der gut besuchten Eberswalder Sporthalle rätselten die Heim-Fans darüber, ob ihr Team das Spiel durchhalten würde. Im Gegenteil, zum Spielende hin hatten die Gastgeber noch etwas zum zusetzen und starteten eine starke Schlussoffensive. Carsten Meier kam für den stark haltenden Jonas Nagy bei drei Siebenmetern ins Tor der Eberswalder und konnte mit zwei gehaltenen Strafwürfen auch seinen Anteil an der guten Leistung seiner Mannschaft beisteuern. Der 1. SV drehte noch einmal auf und erzielte nach 54 Minuten den Anschlusstreffer zum 17:18. Die Fans waren begeistert und und die Gastmannschaft beeindruckt. Der Potsdamer Trainer reagierte sofort auf den Spielverlauf mit einer Auszeit um sein Team wieder zurück in die Spur zu bringen und natürlich den Lauf des Gastgebers zu unterbrechen. Dann der mögliche Knack in diesem Spiel. Kapitän Moritz Assmann erhält die dritte Zeitstrafe und kassiert dafür die Rote Karte. Ein herber Verlust für das Team von Trainer Ehrlich, denn mit Moritz Assmann fehlte jetzt der Kopf der Mannschaft und ein wichtiger Mann in der Abwehr sowie ein treffsicherer Torschütze. Dafür traf aber Robin Wielsch jetzt, er kam auf insgesamt neun Tore, und war damit der erfolgreichste Torschütze bei den Gastgebern. Trotz des Ausscheidens von Assmann war bei den Eberswaldern Spielern keine Resignation zu erkennen. Sie blieben bis zum Schlusspfiff mit den Potsdamern auf Augenhöhe und verloren das Spiel äußerst knapp mit 21:22.

Nichts Zählbares

Nach dem Spiel gab es, trotz der Niederlage, Lob von allen Seiten für die couragierte Leistung des 1. SV. Auch Trainer Dirk Ehrlich war mit der Leistung seiner Mannschaft sehr zufrieden: "Aber ich bin ärgerlich über das Ergebnis. Ich hätte am Ende gern etwas Zählbares in den Händen gehalten", lautete sein Kommentar nach Spielschluss. Vielleicht gelingt seinen Schützlingen am nächsten Spieltag (Sonnabend) in Premnitz ein Punktgewinn. Es wäre der Mannschaft zu wünschen und das sie das Potential dazu hat, haben sie gegen den starken 1. VfL Potsdam bewiesen. Die Liga scheint in dieser Saison sehr ausgeglichen, alle Spiele am ersten Spieltag gingen sehr knapp aus.

Eberswalde: Carsten Meyer, Jonas Nagy; Robin Wielsch (9), Robin Ludwig (3), Paul Glase, Julian Kuhlmann (2), Niklas Schwandt, Moritz Assmann (7/3), Max Zantow, Klaus-Thomas Kowalsky

Siebenmeter: Eberswalde 9/7, Potsdam II 5/2

2-Minuten: Eberswalde 3 + 1 Rote Karte, Potsdam II 3

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