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Die Arbeiten am Graben mit Entwässerung und Abwasseranschluss parallel zur L200 in Schwanebeck sind für 2020 geplant und werden nun diskutiert.

Vorplanung
Graben an der L200 erst 2020

Zugewuchert: Der Graben parallel zur Bernauer Chausse funktioniert nicht mehr. Die Durchflüsse sind verbaut oder entfernt worden. 2020 soll die Sanierung beginnen.
Zugewuchert: Der Graben parallel zur Bernauer Chausse funktioniert nicht mehr. Die Durchflüsse sind verbaut oder entfernt worden. 2020 soll die Sanierung beginnen. © Foto: Sergej Scheibe
Andrea Linne / 11.09.2019, 06:45 Uhr
Schwanebeck (MOZ) In diesem und im vergangenen Sommer hatten die Anrainer der L200 zwischen Birkholzer und Schierker Straße eigentlich Glück. Der Sommer 2017 ließ sie förmlich untergehen. Denn der gut 580 Meter lange Graben an der Bernauer Chaussee in Gehrenberge funktioniert nicht mehr. Die Grundstücke ertrinken bei Starkregen, der nicht abfließen kann. Daher wurden Gemeindeverwaltung und Eigenbetrieb Kommunalservice Panketal vor geraumer Zeit beauftragt, eine Gesamtlösung zu erarbeiten. Diese liegt nun vor.

Die Vorplanung für die Sanierung der in diesem Bereich nicht funktionsfähigen Regenentwässerung samt Teich, Zufahrten, Gehweg mit Beleuchtung und Schmutzwasserkanal für die Grundstücke wird im Ortsentwicklungsausschuss am Montag um 19 Uhr im Rathaussaal vorgestellt. Auch der Ortsbeirat Schwanebeck schaut die Unterlagen am Freitag ab 18 Uhr im Haus am Genfer Platz durch.

Demnach haben sich die Gemeinde und der Eigenbetrieb für eine Variante entschieden, die von einer Gehwegbreite von 1,50 Meter, teils mit Stützmauer und Palisade, aus nicht befahrbarem Betonrechteckpflaster ausgeht. Die Zufahrten sollen aus Betonsteinpflaster mit Rohrdurchlässen gesetzt werden. Für diese Variante fallen gut 681 000 Euro an, so die Schätzungen durch das Planungsbüro Müller Kalchreuth aus Berlin und die Verwaltung. Schwanebeck liegt auf der Barnimer Hochebene. Mächtige Geschiebemergel befinden sich im Boden. Das Schichtenwasser steht nahezu an der Geländeoberfläche, so die Fachingenieure. Außerdem mussten die Beteiligten mit dem Landesbetrieb Straßenwesen um Baulasten und Grundstücke verhandeln. Die unterschriftsreifen Verträge dazu, so die Gemeinde, liegen vor.

Dass es im Graben zwischen Schierker und Birkholzer Straße klemmt, liegt an verschlossenen Rohren im Bereich der Überfahrten. Das durchgängige Fließgefälle sei gestört. Dazu kommt das Schichtenwasser, das vor allem Probleme zwischen Talstraße und Bernauer Chaussee macht. Außerdem liegen die Grundstücke unter dem Profil der Fahrbahn der L200. Die Grabenquerschnitte müssen angepasst werden, heißt es in den Unterlagen. Der Baumbestand ist zu berücksichtigen.

Gehweg gewünscht

Der vorhandene Teich an der Bernauer Chaussee speist sich aus anfallendem Oberflächen- und Schichtenwasser. Er soll als Retentionsraum dienen und entschlammt die Überläufe in den Entwässerungsgraben.

Der Gehweg entsteht auf Wunsch der Anlieger. Da nicht viel Platz an dieser Seite der Bernauer Chaussee vorhanden ist, kann er nur 1,50 Meter breit werden. Palisaden und Stützelemente sollten den Weg sichern. Eine Steganlage einzubauen, würde die Kosten erheblich in die Höhe treiben.

Voraussichtlich 2020 sollen die Bauarbeiten beginnen. Zuvor, heißt es von der Verwaltung, werde noch eine Informationsveranstaltung der Anlieger stattfinden. Dann können auch Detailfragen geklärt werden, die einzelne Grundstücke betreffen.

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