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Im Barnim soll es bald alle 15 Kilometer Ladesäulen für Elektroautos geben. Den Kreiswerken zufolge läuft auch das Carsharing-Projekt BARshare gut an.

Infrastruktur
Fit für die elektromobile Zukunft

Bereit für E-Flitzer: Jörg Matthes, Amtsdirektor von Britz-Chorin-Oderberg, Kreiswerke-Chef Christian Mehnert, Elektromeister Daniel Lorenz, Hartmut Zepp vom Museums-Verein, Landrat Daniel Kurth und Bürgermeisterin Martina Hähnel (v. l.) weihen in Oderberg eine Ladesäule ein.
Bereit für E-Flitzer: Jörg Matthes, Amtsdirektor von Britz-Chorin-Oderberg, Kreiswerke-Chef Christian Mehnert, Elektromeister Daniel Lorenz, Hartmut Zepp vom Museums-Verein, Landrat Daniel Kurth und Bürgermeisterin Martina Hähnel (v. l.) weihen in Oderberg eine Ladesäule ein. © Foto: Jörn Kerckhoff
Jörn Kerckhoff / 11.09.2019, 06:45 Uhr
Eberswalde (MOZ) Der Kreis Barnim rüstet sich weiter für die elektromobile Zukunft. "Wir wollen alle 15 Kilometer eine Ladesäule für Elektroautos errichten", sagt Christian Mehnert, Geschäftsführer der Kreiswerke Barnim. Klingt nach einer Vision, deren Umsetzung ewig dauern könnte. Beim Blick in den Landkreis zeigt sich aber, dass dieses Ziel gar nicht mehr so weit entfernt ist.

Zehn Ladesäulen der Kreiswerke seien bereits errichtet, sieben weitere in Planung, berichtet Ina Bassin, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit bei den Kreiswerken. Diese sollen in Lunow, Stolzenhagen, Ruhlsdorf, Melchow, Tuchen und zwei weitere in Eberswalde entstehen. Dazu kämen noch 18 Ladesäulen anderer Betreiber, die auch schon vorhanden sind. Mit insgesamt 35 Ladesäulen sei das Ziel einer Säule alle 15 Kilometer dann bereits erreicht, so Bassin.

Die Kosten für eine Ladesäule beliefen sich auf 11 000 Euro. Für die erste Ausbaustufe habe der Kreis 43 000 Euro von der Investitionsbank des Landes Brandenburg als Förderung erhalten, für die zweite Stufe seien 60 500 Euro Förderung bewilligt, so Bassin. Die Ladesäulen mit je zwei Ladepunkten stehen natürlich allen Elektrofahrzeugen zur Verfügung, nicht nur der BARshare-Flotte, die die Kreiswerke für ihr Carsharing-Projekt einsetzen. Schließlich ist Landrat Daniel Kurth (SPD) davon überzeugt, dass Touristen mit Elektroautos in den Barnim kommen werden und eine gute Infrastruktur zu schätzen wissen. Dies erklärte Kurth kürzlich bei der Einweihung einer Ladesäule in Oderberg.

Ohne Elektroautos, die sie in Anspruch nehmen, ist aber die beste Infrastruktur sinnlos. So versuchen die Kreiswerke auch da, eine Vorreiterrolle einzunehmen. "Derzeit sind elf Fahrzeuge bei der Kreisverwaltung im Fuhrpark, die die Mitarbeiter für ihre Dienstfahrten nutzen und die außerhalb der Dienstzeiten auch Privatnutzern im BARshare zur Verfügung stehen", erklärt Ina Bassin. Bis Ende des Jahres sollen 22 Fahrzeuge der Carsharing-Initiative unterwegs sein, darunter auch Siebensitzer.

Montags bis donnerstags zwischen 6 und 18 Uhr sowie freitags von 6 bis 14 Uhr seien diese Fahrzeuge von der Kreisverwaltung belegt, außerhalb dieser Zeiten – auch an den Wochenenden – können sie von angemeldeten Privatnutzern reserviert werden. Zwei weitere E-Autos stehen bereits jetzt ausschließlich privaten Nutzern zur Verfügung. Deren Standorte sind in der Bergerstraße 100 und in der Brunnenstraße 26 in Eberswalde.

Sinn des Carsharings ist es, die Auslastung von Fahrzeugen zu erhöhen. Offenbar lässt sich das BARshare gut an. Seit dem Start der Carsharing-Initiative der Kreiswerke Barnim am 1. Juni hätten sich 282 private Fahrer angemeldet, in der Kreisverwaltung seien 182 Mitarbeiter als Nutzer registriert. Diese hätten die Fahrzeuge bislang für rund 1200 Dienstfahrten genutzt. Bei den privaten Nutzern habe es bislang 223 Buchungen gegeben. Die durchschnittlich zurückgelegte Fahrstrecke liege zwischen 20 und 30 Kilometern, so Bassin. Die Auslastung der Fahrzeuge könne sicher noch erhöht werden, sagt die Expertin für Öffentlichkeitsarbeit. Dennoch denkt man bei den Kreiswerken bereits jetzt an den Ausbau der Flotte – nach dem Motto, mit dem Angebot kommt auch die Nachfrage. 23 weitere Fahrzeuge sollen sukzessive angeschafft werden.

Wie der Ausbau der Flotte voranschreitet, sei aber vor allem abhängig von der Zusammenarbeit mit weiteren Hauptnutzern in den Kommunen, erklärt Ina Bassin. Klar sei aber auch: Je mehr Fahrzeuge unterwegs seien, desto mehr Aufmerksamkeit werde auch auf das BARsharing gelenkt. Geladen werden die Fahrzeuge übrigens mit Ökostrom, lautet die Auskunft der Kreiswerke.

Alles zu Nutzung und zur Registrierung im BARshare ist unter www.barshare.de zu erfahren.

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