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Durch Baustellen an beiden Enden der Mauerstraße ist die Straße für drei Tage nicht befahrbar. Stadt wehrt sich gegen Vorwurf schlechter Information.

Abriegelung
Eberswalder Mauerstraße wird zur Mausefalle

Andreas Zietemann ist seit Dienstag durch Baustellen an beiden Enden der Mauerstraße in Eberswalde für drei Tage abgeschnitten von der Außenwelt . Von der Stadt fühlt sich Zietemann, der derzeit an Krücken gehen muss und deswegen auf das Auto angewiesen ist, schlecht informiert und außerdem auch noch abgefertigt.
Andreas Zietemann ist seit Dienstag durch Baustellen an beiden Enden der Mauerstraße in Eberswalde für drei Tage abgeschnitten von der Außenwelt . Von der Stadt fühlt sich Zietemann, der derzeit an Krücken gehen muss und deswegen auf das Auto angewiesen ist, schlecht informiert und außerdem auch noch abgefertigt. © Foto: MOZ/Thomas Burckhardt
Jörn Kerckhoff / 09.10.2019, 09:00 Uhr
Eberswalde (MOZ) Ich sitze hier, wie in der Mausefalle." Andreas Zietemann ist Anwohner der Mauerstraße 2, die seit Dienstag durch zwei Baustellen komplett abgeriegelt ist. Auf der Seite der Bollwerkstraße muss der neue Asphalt noch bis zum 18. Oktober aushärten, an der Ecke Kreuzstraße wird bis zum Donnerstag ein Baukran aufgebaut, womit die Mauerstraße für drei Tage für Fahrzeuge nicht passierbar ist.

Informiert wurden die Bewohner der Mauerstraße am Donnerstag – der bekanntlich ein Feiertag war – durch Zettel in den Briefkästen, vom Bauherrn der Baustelle an der Ecke Kreuzstraße. Wegen des Brückentags am Freitag war eine Auskunft bei der Stadt zu der Abriegelung erst am Montag zu bekommen. Für Zietemann, der aktuell gehbehindert ist und an Krücken gehen muss, ein ärgerlicher Umstand, da er  mit seinem Auto nicht aus der Mauerstraße herauskommt und einen Arzttermin absagen musste. Auf seine Anfrage beim städtischen Tiefbauamt der Stadt am Montagmorgen sei er mit den Worten, "damit müssen Sie jetzt leben", abgefertigt worden, berichtet Zietemann im Gespräch mit der MOZ. "So kann man mit den Leuten doch nicht umgehen", beklagt er sich über den Umgang mit ihm vonseiten der Stadt.

Stadt um Hilfe bemüht

Allerdings sei er später am Montag auch noch vom Büro des Bürgermeisters Friedhelm Boginski angerufen und zum Gespräch am Dienstag eingeladen worden, berichtet Zietemann. "Wir wollten Herrn Zietemann anbieten, dass wir ihn zum Arzt fahren", erklärt Johan Bodnar, Pressesprecher der Stadt, dazu. Das Angebot der Hilfeleistung nahm Zietemann wohlwollend auf, da er den Termin inzwischen verschoben hatte, muss er dieses aber nicht mehr in Anspruch nehmen.

Den Vorwurf einer schlechten Information lässt Bodnar nicht gelten. "Wir haben an alle Zeitungen eine Pressemeldung herausgegeben", so der Pressesprecher. Die Meldung kam am Mittwoch um 16 Uhr in den Redaktionen an. "Es tut uns aber leid, wenn sich Herr Zietemann schlecht informiert fühlt", so Bodnar.

Das Gespräch zwischen Andreas Zietemann und der Mitarbeiterin des Tiefbauamts sei aus ihrer Sicht anders abgelaufen, als von dem Anwohner der Mauerstraße geschildert. Sie habe den Anrufer weder abgewimmelt noch einfach den Hörer aufgelegt, sondern ein ganz normales Gespräch geführt, schildert Bodnar.

Überschneidung unvermeidbar

Das gleichzeitige Auftreten der beiden Baustellen sei unglücklich, aber unvermeidbar gewesen, erklärt Bodnar. Die Arbeiten an der Baustelle Einmündung Bollwerkstraße hätten sich verzögert, weil der Asphalt verspätet angeliefert worden sei. Die sanierte Straßendecke müsse jetzt noch bis zum 18. Oktober aushärten. Und der Baukran an der Einmündung Kreuzstraße sei bereits vor Monaten bestellt worden und müsse aufgebaut werden, erklärt Bodnar, die Überschneidung.

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