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Die Gemeinde versucht, den Autobahnanschluss Finowfurt zu erhalten und würde im Zweifel sogar klagen, um das Ziel zu erreichen.

Straßenneubau
Schorfheide wehrt sich gegen Pläne zur B 167

Erhaltenswert: Für Finowfurt ist die Autobahnzufahrt das Tor zur Welt. Pendler, Zulieferer und Unternehmer nutzen die Auffahrt um schnell nach Berlin oder Richtung Norden zu kommen. Schorfheide setzt sich dafür ein, dass das auch künftig so bleibt.
Erhaltenswert: Für Finowfurt ist die Autobahnzufahrt das Tor zur Welt. Pendler, Zulieferer und Unternehmer nutzen die Auffahrt um schnell nach Berlin oder Richtung Norden zu kommen. Schorfheide setzt sich dafür ein, dass das auch künftig so bleibt. © Foto: Thomas Burckhardt
Susan Hasse / 10.10.2019, 07:15 Uhr
Finowfurt (MOZ) Widerworte sind noch bis 22. November möglich. Dann endet die Frist, um Einwände gegen das Planfeststellungsverfahren zum Neubau der B 167 einzureichen. Seit über 25 Jahren ist der Neubau der Bundesstraße zwischen Autobahn und Eberswalde  ein umstrittenes Thema in der Region. Es gibt eine Bürgerinitiative gegen die Nordvariante der B 167 und noch immer viele Bürger, die hoffen dass die Pläne, eine Umgehungsstraße entlang des Kanals zu bauen, noch zu verhindern sind.

Es geht nur noch ums Wie

Dass die neue B 167 kommt, ist nach Ansicht von Verkehrsexperten so gut wie sicher. Der Bau steht im Verkehrswegeplan des Bundesverkehrsministeriums weit oben auf der Liste. In der Gemeindeverwaltung Schorfheide ist daher auch nicht mehr das ob, sondern nur noch das wie entscheidend.

"Wir können das so nicht hinnehmen", meint Bürgermeister Uwe Schoknecht in der jüngsten Versammlung der Gemeindevertreter. Im Zweifel müsste eben der Rechtsweg beschritten werden, hieß in einer Sitzung der Fraktionschefs. Kritikpunkte gibt es einige, doch vor allem die weiterhin vorgesehene Schließung der derzeitigen Autobahnabfahrt Finowfurt zugunsten einer neuen Auffahrt rund zwei Kilometer weiter nördlich ist der Gemeinde Schorfheide ein Dorn im Auge.

Bereits in den vergangenen Monaten hatte Schoknecht viele formelle und informelle Hebel in Bewegung gesetzt, um die Schließung zu verhindern. Nach Ansicht der Gemeinde sei es kein Problem zwei Auffahrten kurz hintereinander zu betreiben. Das sei auf anderen Autobahnen ebenfalls üblich. Zudem würde es Kosten sparen, schließlich müsste die Abfahrt Finowfurt nicht zurück gebaut werden.

Bereits in einer Stellungnahme aus dem Jahr 2012 warnte die Gemeinde von den nachteiligen Auswirkungen: Sie verwies auf die Ängste der Händler und Unternehmer, die im Fachmarktzentrum und Gewerbegebiet arbeiten und dann weniger Kundschaft befürchten. Die Behörde wischte die Befürchtungen bereits damals beiseite.

"Ich werde weiter dafür kämpfen", kündigt Uwe Schoknecht an. Auch CDU-Fraktionschef Wilfried Bender appellierte in der September-Sitzung der Gemeindevertretung an alle Abgeordneten, sich dafür stark zu machen. "Die Gewerbegebiete und das Fachmarktzentrum sind das wirtschaftliche Zentrum der Gemeinde", so Bender. Rund 200 Arbeitsplätze hingen daran. Würde das Gewerbegebiet geschwächt, würde sich das negativ auf die Einnahmen auswirken.

Mit einer Stimme sprechen

Die Fraktionschefin der, Linken Katharina Slanina, und die Freien Wähler wollen eine Bürgerversammlung einberufen und alle Beteiligten zusammenbringen. Eines scheint klar, kampflos wird Schorfheide den Neubau der Bundesstraße  B 167 zu ihren Ungunsten nicht hinnehmen.

Bis 25. Oktober liegen die Pläne in der Verwaltung Schorfheide, im Stadtentwicklungsamt Eberswalde aus oder sind unter https://lbv.brandenburg.de/plan_Anh_verf.htm unter Planfeststellung/Anhörungsverfahren zu finden.

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