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Eberswalder Ableger pflanzt zum Jubiläum 100 Gehölze in der Stadt. Fachlich wird die Aktion durch "Waldwelten" begleitet.

Pflanzaktion
Für jedes Jahr ein Baum

Fachmännische Anleitung: Bernhard Götz, Vize-Präsident der Stiftung "Waldwelten", zeigte den Pflanzhelfern, wie das Gehölz schonend für die Wurzeln aus dem Topf geholt wird.
Fachmännische Anleitung: Bernhard Götz, Vize-Präsident der Stiftung "Waldwelten", zeigte den Pflanzhelfern, wie das Gehölz schonend für die Wurzeln aus dem Topf geholt wird. © Foto: Viola Petersson
Viola Petersson / 10.11.2019, 07:00 Uhr
Eberswalde (MOZ) Das Grüne nach oben, die Wurzel nach unten." Und das Ganze dann ins Loch. Soweit dürfte auch für den Laien alles klar sein. Einige Hinweise von Bernhard Götz, Vize-Präsident der Stiftung "Waldwelten", sind aber auch Hobby-Gärtnern in der Pflanzgemeinschaft neu und hilfreich. Den Topf rollen, den Ballen nach dem Entfernen seitlich etwas auflockern, unten die Vliesmatte entfernen. Ins Pflanzloch möglichst etwas Lehm geben. Später das eingesetzte Gehölz "antreten", nicht springen!

Mit dieser fachmännischen Anleitung und unter Aufsicht des Experten konnte am Freitagvormittag einfach nichts schiefgehen. Beim Auftakt der Aktion "100 Jahre Awo – 100 Bäume". Anlässlich des bundesweiten Jubiläums startete der Eberswalder Ableger, der freilich deutlich jünger ist, ein Umweltschutzprojekt. Bis 2020 will der Verband in der Kreisstadt 100 Gehölze in die Erde bringen. Die Premiere mit den ersten 25 Exemplaren gab es an der Firmenzentrale im Brandenburgischen Viertel, an der Frankfurter Allee 24.

Wildobst liefert Nahrung

Mit dieser Aktion wolle die Awo ein Zeichen Richtung Zukunft setzen und gleichzeitig selbst etwas aktiv für den Umweltschutz tun, erklärte Thoralf Schmidt, Vorstandsvorsitzender des Kreisverbandes. Als Partner habe man dafür die Eberswalder "Waldwelten" gewonnen. Ausgewählt wurden Wildobstarten, die im Klimawald der Stiftung erprobt und vor allem in puncto Trockenresistenz erforscht werden. Relativ gut  mit den klimatischen Veränderungen kommen Wildbirne, Holzapfel, Elsbeere, Vogelkirsche und Speierling klar, so Bernhard Götz. Gleichzeitig bieten diese Gehölze Insekten und Vögeln Nahrung. Und es handele sich um einheimische Gehölze.

Für das Projekt habe man bewusst kleinere, erst etwa fünf Jahre alte Bäume genommen, da sie in der Anwachsphase nicht so viel Pflege erfordern wie größere und ältere Exemplare. "Und der Herbst ist einfach ideal für Neuanpflanzungen", erklärte der Fachmann, zugleich Leiter des Forstbotanischen Gartens Eberswalde.

Um die 25 Bäume, darunter eine Eiche als Symbol der Langlebigkeit und Beständigkeit, werden sich die Mitarbeiter der Awo kümmern. "Ich gehe davon aus, dass sich hier am Standort Baumpaten finden", zeigte sich Schmidt zuversichtlich. Für die folgenden 75 Gehölze werde man 2020 weitere Standorte suchen. Sowohl im Brandenburgischen Viertel als auch in anderen Eberswalder Stadtteilen. Im Fokus habe die Awo dabei vor allem auch Schulen und Kitas, um schon den Nachwuchs für den Umweltschutz-Gedanken zu begeistern.

Bei der Pflanzaktion hatten Thoralf Schmidt und seine Kollegen von der Awo prominente Unterstützung aus der Lokalpolitik sowie dem Rathaus. Vize-Landrat Holger Lampe, Katrin Heidenfelder und Heike Köhler aus dem Baudezernat der Stadt griffen ebenso zur Schippe wie etwa Lars Koeppe, der nebenan gerade das Sanitätshaus errichtet.

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