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Fußball
Preussen ballern sich Auswärts-Frust von der Seele

Lieferten auch in Falkensee wieder ab und trafen gleich doppelt: Preussens dynamisches Stürmer-Duo, Ceif Ben-Abdallah und Kim Schwager
Lieferten auch in Falkensee wieder ab und trafen gleich doppelt: Preussens dynamisches Stürmer-Duo, Ceif Ben-Abdallah und Kim Schwager © Foto: Ulrich Gelmroth
Ulrich Gelmroth / 02.12.2019, 02:15 Uhr
Falkensee Preussen Eberswalde hat die ersten Auswärtspunkte. Auch der Höhe war der überraschende 8:1-Auswärtssieg beim SV Falkensee/Finkenkrug hoch verdient. Nach dem 4:2-Heimsieg gegen Altlüdersdorf war dies der zweite starke Auftritt der Elf von Trainer Frank Schwager innerhalb einer Woche. Eberswalde hat mit 18 Punkten den Mittelfeld-Anschluss in der Brandenburgliga geschafft.

"Wir sind mit Respekt zum Tabellenletzten gefahren, aber mit der festen Absicht, endlich zu punkten", bekannte Preussens Trainer. Immerhin hatten die Falkenseer mit zwei Siegen aufhorchen lassen, gewannen bei Einheit Bernau (2:1) und zuhause gegen Eisenhüttenstadt (3:2). Der dritte Saisonsieg war daher beim SV fest eingeplant. Nach dem Abpfiff war dann die Sprachlosigkeit bei FF-Trainer Andrè Bittner und seinen Spielern, aber auch bei den 80 Zuschauern und Fans des SV fast erdrückend. Mit solch einem Spielverlauf hatte keiner gerechnet. Und bei etwas mehr Konzentration in der Schlussphase seitens der Gäste, war sogar ein zweistelliges Debakel drin.

Trainer Schwager blieb aber sachlich, sprach von einem verdienten Sieg, der in der Tordifferenz vielleicht etwas zu hoch ausgefallen sei. Immerhin waren seine Abwehr und Torwart Pawel Kosarzecki vor einige schwierige Abwehraufgaben gestellt worden. Diese haben seine Spieler um Kapitän Christian Amuri aber hervorragend gemeistert.

Gleich mit dem Anpfiff hatte Eberswalde die Initiative ergriffen, überraschte mit schnellem, druckvollem Spiel. Als Jean-Pierre Dellerue in den Strafraum vorstieß, grätschte Falkensee-Verteidiger Dennis Hildebrand ihm in die Beine. "Ich habe den Ball gespielt", ärgerte sich der Verteidiger über den Elfmeter-Pfiff noch nach dem Spiel. Kim Schwager verwandelte souverän zur 1:0-Führung. Kurz darauf war Abwehrchef Christian Amuri im Nachschuss erfolgreich: 2:0.

Tabellenletzte dreht jetzt auf

Doch der Tabellenletzte drehte jetzt auf. Falkensees Kapitän Tom Buschke köpfte, am kurzen Pfosten hochsteigend, den Ball in die Maschen zum 1:2-Anschlusstreffer (12.).

Ceif Ben-Abdallah tanzte zwei Gegner aus: Tor (25./1:3). Kurz darauf machte Ben-Abdallah seinen Doppelpack beim 1:4 (31.) perfekt. Fünf Tore in einer halben Stunde! Preussen ging als das dominantere und spielerisch bessere Team in die Pause.

Nach Wiederanpfiff die stärkste Gastgeber-Phase mit zwei Topchancen. Den nächsten Treffer erzielten jedoch die Preussen. Dellerue drang in den Sechzehner ein, zog aus spitzen Winkel scharf aufs Tor ab, wo der Ball vom Falkenseer Hildebrand unhaltbar ins Netz zum 1:5 (54.) abprallte. Die Spielentscheidung. Preussen erspielte sich  Angriffe fast im Minutentakt. Weitere Treffer lagen in der Luft. Thorben Schöffel, er köpfte eine Zimmermann-Ecke (64.) ein, und Außenflitzer Kohei Suzuki (74.) krönten ihr gutes Spiel mit je einem Treffer. Den Torreigen beendete Schwager (77./1:8), der wie Ben-Abdallah einen Doppelpack beisteuerte. Es blieb beim 1:8-Endstand.

Gastgeber am Ende deprimiert

Zutiefst deprimierte Gastgeber und überglückliche Gäste verließen den in Flutlicht getauchten Platz. Am Sonnabend erwartet die Elf von Trainer Frank Schwager den Tabellen-Fünften Blau-Weiß Petershagen/Eggersdorf (ab 13 Uhr im Westendstadion).

Eberswalde: Pawel Kosarzecki – Nick Lange, Christian, Tobias Koepnick, Eric Krause (81.Paul Ziethen) – Thorben Schöffel, Steven Zimmermann – Jean-Pierre Dellerue, Kohei Suzuki (63.Philip Januschowski) – Kim Schwager, Ceif Ben-Abdallah

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