Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Plan
Birkendörfer wollen engere Anbindung an Bernau

Die Stadt bemüht sich um einen Flächenerwerb für den Radweg zwischen Blumberg und Bernau.
Die Stadt bemüht sich um einen Flächenerwerb für den Radweg zwischen Blumberg und Bernau. © Foto: Wolfgang Rakitin
Kai-Uwe Krakau / 03.12.2019, 06:45 Uhr
Bernau (MOZ) Die drei "Birkendörfer" gehören  noch nicht lange zur Stadt Bernau, sollen aber ein gemeinsames Entwicklungskonzept erhalten. In den vergangenen Monaten gab es daher Spaziergänge durch die Dörfer sowie zahlreiche Gespräche und Diskussionen  – nun liegt ein entsprechendes Papier vor und wurde den Einwohnern vorgestellt.

"Wir haben es mit unterschiedliche Strukturen zu tun", so die Leiterin des Stadtplanungsamtes, Sylvia Hirschfeld. Während Birkholz ein gewachsenes Angerdorf sei, würden Birkenhöhe und Birkholzaue eher als Siedlungsbereiche gelten. Für alle drei Ortsteile könne man davon ausgehen, dass keine größeren Wohnbauflächen ausgewiesen werden. Da setze die Landesplanung deutliche Grenzen, so Hirschfeld. Von den Einwohnern habe man viele Anregungen erhalten, die in einem Maßnahmenkatalog zusammengefasst werden. Die Leiterin des Stadtplanungsamtes sprach aber auch davon, dass der Handlungsspielraum der Verwaltung gering sei. Nicht alle Wünsche könnten in Erfüllung gehen, so Sylvia Hirschfeld.

Zunächst hatten die Planer vom Büro Blau aus Berlin eine Stärken/Schwächen-Analyse vorgenommen. Für Birkholz spreche beispielsweise, dass ein Drittel der Einwohner jünger als 25 Jahre ist. Über einen kompakten Siedlungskörper mit Wald und landwirtschaftlichen Flächen verfüge Birkholzaue. In Birkenhöhe wiederum gebe es noch eine Gaststätte, in der man sich treffen könne, hieß es.

Radweg angemahnt

Als gemeinsame Themen kristallisierten sich schließlich die Anbindung an die Kernstadt, der Lärm durch die nahe Autobahn sowie die Windeignungsgebiete heraus. Im gemeinsamen Leitbild für alle "Birkendörfer" geht es deshalb um die Anbindung nach Bernau, um Natur und Landschaft, um eine ökologische und nachhaltige Wirtschaft sowie um Kooperationen und Zusammenarbeit.

Einige Dinge sind bereits auf den Weg gebracht. So bemüht sich die Stadt Bernau um einen Flächenerwerb für den Radweg zwischen Blumberg und der Hussitenstadt. Darüber hinaus müsse aber das gesamte ÖPNV-Angebot verbessert  werden, hieß es. Wenn es um die Natur geht, könnte man sich ökologische Kleinkläranlagen vorstellen, die Pflanzung von Bäumen sowie den Ausbau der erneuerbaren Energien.

In der Diskussion sprach sich Heidi Scheidt beim Radweg für eine Ersatzlösung über die Robinienstraße aus. An der Landesstraße werde das Vorhaben in naher Zukunft nicht realisierbar sein, so die Ortsvorsteherin von Birkenhöhe.

"Wie erfolgt die Umsetzung der Maßnahmen?", wollte Natalie Gude Losada wissen. Sie müssten in der Verwaltung hinsichtlich der Prioritäten und der Finanzen diskutiert werden, antwortete Ingrid Lankenau vom Büro Blau. Dies sollte in den kommenden Wochen geschehen, ein Beschluss sei dann "intern bindend". Das vorliegende Konzept helfe, Themen zu bündeln, ergänzte Stadtplanungsamtsleiterin Hirschfeld und dämpfte wiederholt allzu große Erwartungen bei den Einwohnern. "Wir müssen sehen, was wir kurz-, mittel- und langfristig machen können". Dafür sei auch Personal erforderlich.

Baudezernent Jürgen Jankowiak bezeichnete das Konzept als "Handlungsgrundlage". Der förmliche Beschluss des Konzeptes durch die Stadtverordnetenversammlung muss bis Ende März 2020 erfolgen.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG