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Es ist zu eng an der Finower Grundschule. Abhilfe soll ein Ergänzungsbau schaffen.

Erweiterungsbau
Akute Platznot an der Grundschule Finow

Essensausgabe im Hort "Kleiner Stern": Margrit Meyerhöfer kellt auf. Einen separaten Speiseraum gibt es nicht. Weshalb die 120 Kinder in Etappen antreten.
Essensausgabe im Hort "Kleiner Stern": Margrit Meyerhöfer kellt auf. Einen separaten Speiseraum gibt es nicht. Weshalb die 120 Kinder in Etappen antreten. © Foto: MOZ/Thomas Burckhardt
Viola Petersson / 07.12.2019, 07:00 Uhr
Eberswalde (MOZ) Berechtigte Hoffnung für die Grundschule Finow. 2020 könnte die Planung zu einem Ergänzungsbau starten. Die Verwaltung tritt zwar (noch) auf die Bremse. Doch die Abgeordneten wollen das Projekt beschleunigen. In einem Gemeinschaftsantrag fordern SPD/BFE, CDU, Linke und Bündnis Eberswalde für den Doppelhaushalt 2020/21 Mittel ein. Von 1,2 Millionen Euro ist die Rede. Damit zwingen sie das Rathaus gleichsam zum Handeln. Der Fachausschuss hat am Donnerstagabend das Begehren einmütig befürwortet. Die Zustimmung der Stadtverordnetenversammlung am 17. Dezember gilt als relativ sicher.

Eigentlich sollte die Planung schon in diesem Jahr erfolgen. 200 000 Euro waren dafür im Etat eingestellt. Kurzfristig wurden die Mittel allerdings umgeleitet. Zugunsten des avisierten Hort-Neubaus im Brandenburgischen Viertel. Die Verwaltung hatte die Umwidmung damit begründet, dass es in Finow keinen akuten Handlungsbedarf gibt, dass sich mit der Verlagerung der Essensausgabe 2020 die Situation am Haus entspanne.

Das sehen Schulleitung, Elternschaft und viele Abgeordnete anders. Direktor Karsten Boldt schilderte am Donnerstagabend noch einmal die Situation. An der Schule, die aus vier Häusern besteht, gebe es derzeit 16 Klassen und 19 Klassenräume. Es fehle an Fachkabinetten sowie an Gruppenräumen. Vor allem für Einzelförderung. Unbefriedigend sei die Lage darüber hinaus bei der Schulspeisung, wofür kein separater Raum zur Verfügung stehe. Die Hortkinder, aktuell etwa 120 Mädchen und Jungen, essen im Hort "Kleiner Stern", der sich auf dem Gelände befindet. Und zwar in Etappen. Etwa 40 Schüler, die nicht den Hort besuchen,  nehmen das Mittagessen in der Schule in einem Klassenraum ein. Die Plätze dafür, so ergänzte eine Elternvertreterin, reichen nicht aus, sodass einige Kinder auf der Fensterbank sitzen. Mit dem Wechsel des Essensanbieters 2020 gebe es eine zentrale Ausgabe im Hort. Heißt: Dort müssen sich dann 160 Kinder einen etwa 58 Quadratmeter großen Raum teilen, so Boldt.

Pragmatische Lösung gefordert

"Wir haben keinen Luxus-Wunsch", unterstrich der Direktor. Auch neide "seine" Schule anderen Einrichtungen nichts. Es ginge "nur" um vernünftige Bedingungen an der Grundschule Finow. Mit einem Erweiterungsbau, der einen Speiseraum beinhaltet, würde die Schule zwei Klassenräume gewinnen. "Das wäre eine ganz pragmatische Lösung", findet Boldt. "Zumal die Schülerzahlen wachsen", ergänzte die Elternvertreterin.

Eben deshalb wolle die Verwaltung zunächst sehr genau den Bedarf ermitteln, gab Dezernent Jan König zu bedenken. Und dies brauche Zeit. Der Bedarf sei jetzt da, hieß es in der Ausschussrunde. Finow dürfe nicht "abgehängt" werden, so Dietmar Ortel (CDU). Irene Kersten (Linke) wiederum erinnerte an die intensive Debatte um Warmhaltezeiten beim Essen. Die jetzige Lösung mit 160 Kindern in einem Raum konterkariere dieses Ansinnen.

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