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17 Schleusenwärter bereits ohne Job, weil vor allem Bewilligungsbescheidevon Kreis und Stadt fehlen

Kündigungen
Blaue Briefe für 17 Schleusenwärter: Krise am Finowkanal

Kündigung für die Schleusenwärter
Kündigung für die Schleusenwärter © Foto: MOZ/Thomas Burckhardt
Sven Klamann / 30.12.2019, 06:30 Uhr
Eberswalde (MOZ) Der Sperrvermerk im Doppelhaushalt der Stadt Eberswalde für 2020/2021, der Zahlungen an den Europäischen Regionalen Förderverein ausschließt und laut Rathausspitze in der Februarsitzung der Stadtverordneten auf den Prüfstand gestellt werden soll, sei "ein herber Rückschlag", sagt Steffen Witt, der  als zweiter Geschäftsführer des Vereines für das Schleusenregime am Finowkanal verantwortlich ist. Die Kündigungen zum Jahresende seien vorsorglich ausgesprochen worden – wegen der ungewissen Finanzlage ab Januar. Zumal überdies die Bewilligungsbescheide aus dem Rathaus und aus der Kreisverwaltung ausgeblieben seien.

Der Förderverein betreibt Deutschlands älteste durchgängig befahrbare künstliche Wasserstraße im Auftrag der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft Region Finowkanal (KAG). Der Geschäftsbesorgervertrag dafür stammt vom Dezember 2017. Vor allem Linke und SPD kritisieren, dass die Vereinbarung zwischen KAG und Verein vor der Unterzeichnung nicht der Stadtpolitik vorgelegt worden sei. Eberswaldes Bürgermeister Friedhelm Boginski, zugleich Vorsitzender der KAG, weist hingegen darauf hin, dass das städtische Rechtsamt und die Barnimer Kommunalaufsicht den Vertrag geprüft und für gut befunden hätten.

"Wir gehen vorerst davon aus, dass die Finowkanal-Saison 2020 nicht in Gefahr ist", sagt Steffen Witt. Ab 24. April sollen sich die Schleusen wieder öffnen.

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