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Hallenfußball
Mit dem Glück des Tüchtigen

Ulrich Gelmroth / 06.01.2020, 06:00 Uhr
Eberswalde Nach den Spielen in der Vorrunde zu urteilen, als sich Gastgeber Preussen Eberswalde (Gruppe A) und Einheit Bernau (B) sehr souverän in Szene setzten, wurden beide Teams schon als Final-Favoriten gehandelt. Wobei Eberswalde gegen die U 19 von Union Berlin in ihrem ersten Spiel erst mit dem letzten Angriff durch Robert Heinrich zum 1:1 kam. Da der FSV Bernau zum Turnierauftakt Landesligist Angermünder FC mit 4:1 klar bezwang, war das folgende Duell des FSV gegen die Preussen schon einmal richtungsweisend. Entsprechend spannend wurde es dann auch. Bis in die Schlussminute stand es 1:1. Dann aber besorgte Preussens Sturm-Duo Ceif Ben-Abdallah und Kim Schwager den 3:1-Sieg. Da Angermünde eine Führung gegen die Berliner aus der Hand gab, 1:2 verlor, musste das letzte Spiel zwischen dem FSV und der U 19 über das Weiterkommen entscheiden. Es wurde ein enges Spiel auf Augenhöhe. Bereits nach 90 Sekunden fiel der einzige Treffer im Spiel durch Mamadou Oury Sylla zugunsten der Bernauer. Eberswalde bewies beim 5:1 gegen Angermünde seine spielerische Klasse und wurde Vorrundensieger.

Überraschende Gruppenphase

In der Gruppe B machte im Spiel Union Klosterfelde gegen Titelverteidiger FC Eisenhüttenstadt gleich Tony Wernicke, eigentlich Mittelfeldspieler bei Hütte, als fliegender Torwart auf sich aufmerksam. Mit zwei sehenswerten Distanzschüssen drehte er das Spiel, sehr zum Frust der Klosterfelder. Da Einheit Bernau überraschend Oberligist FC Strausberg mit 4:1 bezwang und ein 3:1 gegen den FC Eisenhüttenstadt nachlegte, war das Halbfinale geschafft. Wericke erzielte den Hüttenstädter Führungstreffer. Da sich Union Klosterfelde und der FC Strausberg 2:2 trennten und Einheit auch Klosterfelde beim 6:1 keine Chance ließ, musste das letzte Gruppenspiel zwischen Strausberg und Eisenhüttenstadt über den Einzug ins Halbfinale entscheiden. Es wurde ein packendes Spiel auf Messers Schneide. Dreimal ging der Oberligist in Führung. Doch jedes Mal schlug der Titelverteidiger zurück. Zweimal war es erneut Wernicke, mit seinen Turniertreffern vier und fünf. Den entscheidenden Ausgleichstreffer zum 3:3 für Hütte, der den Halbfinaleinzug bedeutete, versenkte der erst 19-jährige Johann Krüger. Damit war klar, der Titelverteidiger traf auf Gastgeber Preussen. Im anderen Halbfinale stand das prestigeträchtige Stadtderby zwischen Einheit und dem FSV an.

Wiese wird zum Helden

Die Halbfinals überraschten dann doch viele. Im ersten Halbfinale stand Einheit nach zehn Minuten eigentlich schon im Finale. Doch der FSV schlug in letzter Minute eiskalt zurück. Ein Neunmetertor von Richard Bergmann und der Last-Minute-Treffer von Lucas König bedeuteten: Neunmeterschießen. Und da wurde FSV-Torwart Thorsten Wiese zum Helden, hielt zwei Bälle. 2:1 für den FSV und Finaleinzug. Im anderen Halbfinale kam erstaunlicherweise Preussen nicht auf Touren. Hütte war das bissigere Team, ging durch seine besten Spieler Carsten Hilgers und Alexander Mauch zweimal in Führung. Zweimal glich Preussens Torwart Pawel Kosarzecki in Wernicke-Manier aber aus. Ein Sonntagsschuss von George Mooh Dijke und zwei weitere Mauch-Treffer zum 5:2 besiegelten das Schicksal der enttäuschten Eberswalder Preussen. Da sich beide Teams, Preussen und Einheit, auf ein Neunmeterschießen im Kampf um Platz 3 geeinigt hatten, fiel die Entscheidung vom Punkt. Einheit gewann mit 2:1 Toren.

Das Finale versprach nochmals viel Brisanz. Titelverteidiger FC Eisenhüttenstadt ging früh durch Mooh Dijke in Führung, Bernau glich durch Omid Saberdest aus und drehte mit einem Doppelschlag von Sylla und Kapitän Mahnke die Partie. Saberdest und auch Mooh Dijke mit ihren zweiten Treffern stellten den 4:2-Endstand her. Turniersieger FSV Bernau hat damit nach dem Eberswalder Bürgermeister-Pokal innerhalb einer Woche bereits sein zweites Turnier in Eberswalde gewonnen.

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