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Schorfheide fordert bei der Erörterung zur Umgehung erneut Erhalt des Autobahnanschlusses Finowfurt.

Bauvorhaben B167
Gemeinde Schorfheide erhält Abfuhr: Kein Erhalt der Autobahnabfahrt Finowfurt

Bald Vergangenheit? Da geht es runter von der A 11. Allerdings soll die Autobahnabfahrt Finowfurt mit dem Bau der neuen B 167 geschlossen werden.
Bald Vergangenheit? Da geht es runter von der A 11. Allerdings soll die Autobahnabfahrt Finowfurt mit dem Bau der neuen B 167 geschlossen werden. © Foto: Andreas Gora
Marco Marschall / 14.01.2020, 06:15 Uhr - Aktualisiert 14.01.2020, 08:59
Schorfheide (MOZ) Abfuhr für die Autobahnabfahrt Finowfurt. So muss die Reaktion auf den Vorstoß der Gemeinde Schorfheide beim Erörterungstermin zur B 167 neu gedeutet werden. Am Montag hatte das Landesamt für Bauen und Verkehr die Träger öffentlicher Belange, sprich Kommunen und Verbände, dazu eingeladen. "Die Gemeinde Schorfheide hält an der Offenhaltung der Autobahnauffahrt fest", teilte Schorfheides Bauamtsleiterin Juliane Ness dem Podium im Paul-Wunderlich-Haus mit.

Da mit der Umfahrung nördlich von Finowfurt eine neue Anschlussstelle auf die A11 entsteht, fällt die alte weg. Wie die Bauamtsleiterin nochmal bekräftigte, sei eben diese Abfahrt aber wichtig für die Wirtschaft von Finowfurt. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund, dass die Gemeinde ein weiteres Gewerbegebiet plant. Es soll auf dem Gelände der ehemaligen Heeresbäckerei entwickelt werden.

Schorfheide ist nicht Dortmund

Seitens des Landesbetriebs Straßenwesen, der im Podium antwortete, wurde diese Forderung abgeschmettert. "Die Aufrechterhaltung müssen wir ausschließen", hieß es. Die Abstände zwischen alter und geplanter Abfahrt seien zu gering. Angeblich ein Problem für die Beschilderung. Zwar hätte die Gemeinde in ihrer Stellungnahme Beispiele mit ähnlich geringen Abständen gebracht, allerdings sei das Gebiet der geplanten Umgehung nicht mit dem Raum Dortmund vergleichbar. Auch der Hinweis von Schorfheides Bürgermeister Wilhelm Westerkamp, dass es diese Abstände auch in Bernau gebe, änderte nichts am Gegenwind aus dem Podium. Schließlich solle der Verkehr auf die Umgehung geleitet werden, hieß es. Bleibt die Abfahrt Höhe Finowfurt, wird befürchtet, dass die neue Umfahrung zu wenig genutzt wird.

Es war die Reaktion, mit der Wilhelm Westerkamp gerechnet hat, wie er später im Gespräch mit der MOZ sagte. Trotzdem sollte die Gelegenheit nicht ungenutzt bleiben, die Kritik erneut vorzubringen. "Wenn wir schon mal da sind", so Schorfheides Bürgermeister. Er kennt das Argument, die Verkehrsströme würden bei Erhalt der Finowfurter Abfahrt über die alte B 167 fließen. Allerdings macht er auch keinen Hehl daraus, dass ihm die "Null-Variante", sprich der gänzliche Verzicht auf die geplante Umgehung, ohnehin am liebsten wäre. Dieser Auffassung sei auch die Mehrheit der Gemeindevertreter. Nun solle zunächst die dritte Anhörung abgewartet werden. Hingewiesen wurde seitens des Bauamtes beim Termin am Montag nochmal darauf, die Lärmemission für die Walzwerkstraße und das Wochenendgebiet Üdersee zu prüfen.

Der Wegfall der Autobahnabfahrt – offenbar allein ein Schorfheider Anliegen. Bedenken anderer Kommunen gab es dazu in der Anhörung nicht. Für die Stadt Eberswalde, so Silke Leuschner vom Stadtentwicklungsamt, sei die Umfahrung ein ganz großes Anliegen. Es werde großes Potenzial für die wirtschaftliche und verkehrliche Entwicklung gesehen. Allerdings sei der zweite Bauabschnitt essenziell. Bleibt es beim ersten Abschnitt, werden erhebliche Probleme für die Innenstadt befürchtet.

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