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Niederbarnim Masters
FSV-Präsident sorgt sich um Fan-Kultur

FSV-Präsident Mark-André Krüger (rechts) während des Niederbarnim Masters.
FSV-Präsident Mark-André Krüger (rechts) während des Niederbarnim Masters. © Foto: Dennis Kaczmarek
Britta Gallrein / 14.01.2020, 08:30 Uhr
Bernau Über Fair Play im Fußball wird momentan viel diskutiert. Immer wieder kommt es auf den Fußballplätzen auch im Barnim zu Aktionen gegen Schiedsrichter, sowie der Spieler oder der Fans untereinander. Auch wenn es, wie der Vorsitzende des Fußballkreises Oberhavel/Barnim, Michael Reichert bei einer Diskussionsrunde des Kreissportbundes erläuterte, im Barnim noch relativ ruhig zugeht im Vergleich zu Berlin.

Aber immer wieder kommt es zu unschönen Szenen, zuletzt bei Hallenturnieren der Region. So auch beim Niederbarnim Masters. Im Finale zwischen Gastgeber FSV Bernau und Union Klosterfelde kamen von den Rängen der Erich-Wünsch-Halle Schmähgesänge gegen den FSV.

FSV-Präsident Mark-André Krüger kritisierte das Verhalten auf und neben dem Platz während des Finales. "Das wollen wir hier nicht erleben", sagte er im Anschluss an die Siegerehrung. Schließlich gehe es immer noch um Amateursport. "Man kann da nur mit dem Kopf schütteln", fand Krüger auch gestern auf Nachfrage. "Das geht ja schon los damit, dass einige nicht mal ein paar Minuten zuhören können, wenn der Bürgermeister zur Eröffnung ein paar Worte sagt. Dabei haben viele doch selber Kinder und wundern sich dann über deren Verhalten."

Respekt wieder groß schreiben

Woher die Stimmung gegen seinen Verein komme, darüber könne man nur spekulieren. "Vielleicht, weil wir mal als die galten, die die großen Gelder zahlen. Aber das ist ja Blödsinn. Da haben uns Einheit und Klosterfelde doch längst eingeholt." Schade findet er, dass einige es offenbar nicht zu würdigen wüssten, wie viel Zeit und Arbeit die Helfer in so ein Turnier investieren. "Da denkt man sich natürlich schon manchmal: Warum machen wir das eigentlich?"

Auch beim Oberhavel Masters in Oranienburg kam es zu unschönen Szenen. Größtenteils war es fair zugegangen. Doch immer wieder waren der gastgebende Oranienburger FC Eintracht, der SV Altlüdersdorf und auch der BSC Fortuna Glienicke Gegenstand von Schmähgesängen beider Tribünenseiten. "Ich bin von Offiziellen der Stadt auf die Gesänge angesprochen worden, und ich glaube, dass der eine oder andere Verein darüber nachdenken sollte, ob man darauf nicht Einfluss nehmen kann", sagte Jürgen Peter, Vorsitzender des Oranienburger FC Eintracht. "Es ist sehr wichtig, dass wir wieder lernen, Respekt voreinander zu haben." Gelinge dies nicht, würden sich die ehrenamtlichen Helfer sicher irgendwann die Frage stellen, warum sie sich dies gefallen lassen müssten.

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