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Fußball
"Die Folgen sind nicht auszumachen"

Spielt bisher eine starke Saison: Preussens Kim Schwager (rechts), daneben Teamkollege Ceif Ben- Abdallah und Tom Schneider von Einheit Bernau
Spielt bisher eine starke Saison: Preussens Kim Schwager (rechts), daneben Teamkollege Ceif Ben- Abdallah und Tom Schneider von Einheit Bernau © Foto: Britta Gallrein
Steffen Kretschmer / 17.03.2020, 05:30 Uhr
Eberswalde (MOZ) Was gerade passiere, sei schon sehr skurril. Aber die Gesundheit stehe über allem, sagt Kim Schwager. Wie alle anderen, ist auch der 33 Jahre alte Fußballer des FV Preussen Eberswalde von der Zwangspause des Ligaspielbetriebes wegen der Ausbreitung des Corona-Virus’ betroffen. Auch im Training geht nichts mehr.

Herr Schwager, wie geht es Ihnen?

Kim Schwager: Jetzt wieder besser. Ich lag vor ein paar Tagen mit einer Grippe und Fieber flach, war aber Ende der Woche schon wieder beim Training.

Genau dieses Training wird es erst einmal nicht mehr geben. Bedauern Sie das?

In meiner Laufbahn war das Training immer wieder mal ein Thema. Dass ich, was das betrifft, nicht der Fleißigste bin, ist sicher bekannt. Ich weiß das also zu kompensieren, wenn das Training ausfällt. Die Kinder freuen sich schon sehr, dass ich mehr Zeit für sie habe.

Für Sie persönlich lief es in derBrandenburgliga mit 15 Tore für Preussen in 16 Spielen sehr gut. Sind Sie traurig, dass nun der Rhythmus erst einmal verloren geht?

Natürlich lief es für mich ganz ordentlich. Letztlich ist mir aber völlig egal, wie viele Tore ich erziele. Es geht darum, dass die Mannschaft erfolgreich ist. Ich denke aber auch noch an ganz andere Sachen.

Welche sind das?

Wir stehen in der Brandenburgligatabelle jenseits von Gut und Böse. Teams wie Spitzenreiter RSV Eintracht oder auch der Erstplatzierte der Landesliga, SV Zehdenick, spielen aber einfach eine extrem starke Saison. Die Frage ist, ob sie überhaupt dafür belohnt werden. Wenn das nicht so kommt, wäre das extrem bitter. Die ganzen Folgen der Corona-Geschichte sind noch nicht auszumachen.

Das klingt so, dass es für Sie durchaus fraglich ist, ob die Saison auf Amateurebene überhaupt fortgesetzt werden kann.

Ich hoffe, dass es weiter gehen kann. Wie und wann auch immer.

Haben Sie eine Idee, wie ein Modell aussehen könnte, die Spielzeit zu Ende zu bringen?

Wenn wir jetzt länger pausieren sollten, müsste die Saison ausgedehnt werden. Vielleicht sogar in den September oder Oktober hinein.

Wie würden Sie dann mit der darauffolgenden Saison umgehen?

Wichtig ist es, erst einmal die aktuelle zu beenden. Die neue müsste dann einfach von den Spiel-tagen her etwas enger getaktet werden. Sie würde dann vielleicht im Dezember starten. Klar wird das stressig, wenn wir dann im Mittwoch-Samstag-Rhythmus auflaufen. Aber jeder Fußballer will doch spielen.

Allerdings hat nicht jeder Verein die entsprechenden Voraussetzungen, um Abendspiele austragen zukönnen? Gibt es dafür eine ent-sprechende Lösung?

Man müsste, was das Licht betrifft, die Vorgaben vom Landesverband wieder lockern. Noch vor einigen Jahren war es nicht so wichtig, wie hell es auf einem Platz ist. Dann kamen die Vorschriften. Wenn wir jetzt wieder unter 200 oder 150 Lux spielen, ist das doch völlig egal. Dafür könnten aber zahlreiche Partien ausgetragen werden.

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