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Black Lives Matter
200 Menschen protestieren gegen Rassismus in Eberswalde

Friedlicher Protest: Mehr als 200 Bürger machten in Eberswalde auf „Rassismus im Alltag“ und Diskriminierung aufmerksam.
Friedlicher Protest: Mehr als 200 Bürger machten in Eberswalde auf „Rassismus im Alltag“ und Diskriminierung aufmerksam. © Foto: Thomas Burckhardt/MOZ
Viola Petersson/MOZ / 14.07.2020, 17:20 Uhr - Aktualisiert 14.07.2020, 17:32
Eberswalde (MOZ) Mehr als 200 Barnimer protestierten am Sonnabend friedlich in Eberswalde gegen Rassismus im Alltag und gegen Diskriminierung farbiger Menschen.

Lautstark übten die Initiatoren Kritik an der Entscheidung des Innenministers, die angekündigte Studie zu „Racial Profiling“ in der Polizei abzusagen. Die Demo wurde unterstützt u. a. vom Bündnis unteilbar und der Amadeu-Antonio-Stiftung.

Mehr als 250 Menschen beteiligten sich am Sonnabend an einer Antirassismus-Kundgebung. Die Demonstration, die vom Bahnhof zum Marktplatz führte, ist Teil der Bewegung Black Lives Matter (Schwarzes Leben zählt), die sich gegen Rassismus richtet.
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Antirassismus-Demo "Black Lives Matter"

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Umbenennung von Straßen gefordert

Die Umbenennung des Nettelbeckufers in Erfurt in Gert-Schramm-Ufer sowie die Benennung einer Straße in Eberswalde nach Schramm forderte am Sonnabend eine junge Frau aus Eritrea, die ihren Namen nicht veröffentlicht sehen möchte, als Vertreterin der Barnimer Kampagne Light me Amadeu auf einer Kundgebung.

Die Demonstration, die vom Bahnhof zum Marktplatz führte, ist Teil der Bewegung Black Lives Matter (Schwarzes Leben zählt), die sich gegen Rassismus richtet. Die junge Frau, die im Barnim lebt, erinnerte vor gut 200 Teilnehmern an Gert Schramm, der 1964 nach Eberswalde kam und hier 2016 starb.

Schramms Vater war Afroamerikaner, für seine Initiative gegen Rechtsextremismus wurde er 2014 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Aufschluss über sein Leben gibt sein Buch „Wer hat Angst vorm schwarzen Mann“ (2011).

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