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Dichter Friedrich de la Motte Fouqué starb am 23. Januar 1843

„Der Herr ist mir nah“

Friedrich Heinrich Carl Baron de la Motte Fouqué (1777-1843).
Friedrich Heinrich Carl Baron de la Motte Fouqué (1777-1843). © Foto: privat
Rene Wernitz / 13.01.2012, 14:10 Uhr - Aktualisiert 16.01.2012, 12:09
Nennhausen (MZV) Dass der erst hochgelobte, durch seine Undine weltberühmt gewordene, aber inzwischen fast vergessene Friedrich de la Motte Fouqué auf der Treppe zu seiner Berliner Wohnung nach einem Schlaganfall zusammenbrach, darf wohl als trauriges Ende dieses Mannes bezeichnet werden.

Fouqué wurde auf sein Bett gelegt, sprechen konnte er nicht mehr. So starb am 23. Januar 1843 der romantische Dichter Friedrich Heinrich Carl Baron de la Motte Fouqué, Baron de Thonnayboutonne, Baron de Saint Surin, Seigneur de la Greve, Major a.D. und Ritter des Johanniterordens.Am 26. Januar wurde er auf dem Garnisonfriedhof in Berlin bestattet. Als hätte Fouqué sein Ende vorausgeahnt, hatte er noch Morgen des 21. Januar in sein Tagebuch geschrieben: „Heil, ich fühle es, der Herr ist mir nah, doch nah auch der Tod mir, doch weit näher der Herr: Heil mir der seeligen Näh“.

Nach seiner Ausweisung aus dem westhavelländischen Schloss Nennhausen durch seinen Stiefsohn Theodor, lebte Fouqué neun Jahre in Halle, bis ihn sein Jugendfreund Friedrich Wilhelm IV., der Romantiker auf dem Preußenthron, 1841 nach Berlin holte. Dort wohnte er in der Karlstraße 23a, heute Reinhardtstraße im Stadtbezirk Mitte, mit seiner Frau Albertine, seinem Sohn Carl Friedrich Wilhelm und seiner Schwiegermutter.

Bis zum Ende soll ihm nur seine Dichtung und die Flasche Madeira treu gewesen sein. In Albertine Tode, die der Dichter nach dem Ableben seiner Frau Caroline als Gesellschafterin der Tochter Marie eingestellt hatte, verliebte sich der inzwischen 55-jährige Dichter und heiratete sie schließlich. Drei Kinder gingen aus dieser Ehe hervor, eine Tochter, die bald starb, und zwei Söhne. Tragisch an des Dichters Tod ist auch, dass er seinen zweiten Sohn Friedrich Wilhelm Waldemar nicht kennen lernen konnte, weil er erst sechs Tage nach Fouqués Tod geboren wurde.

Sein erster Sohn, der den Namen des Vaters Friedrich Baron den la Motte Fouqué trug, war zunächst Offizier, dann aber Komponist, der eine Reihe von Kompositionen hinterließ, aber 1874 kinderlos verstarb. Sein zweiter Sohn Waldemar hatte fünf Kinder. Ein Nachkomme aus diesem Zweig lebt heute in Hamburg.

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