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Brandenburg hat einen neuen Fußballverein

Schön inszeniert: Zur offiziellen Vereinsgründung präsentierten Nachwuchsspieler der beteiligten Vereine das neue, blau-grüne Logo des JFV.
Schön inszeniert: Zur offiziellen Vereinsgründung präsentierten Nachwuchsspieler der beteiligten Vereine das neue, blau-grüne Logo des JFV. © Foto: mzv
Philip Rißling / 27.05.2014, 19:10 Uhr
Brandenburg (MZV) Fünf Vereine aus dem Stadtgebiet und dem Umland haben sich in den vergangenen Monaten zusammen getan, um zu überlegen, wie der lokale Fußball einen neuen Schub erhalten kann. Am Ende dieses Prozesses steht nun die Neugründung des Jugendfördervereins (JFV) Brandenburg, dessen Hauptaufgabe es ist, die hiesigen fußballerischen Kräfte zu bündeln.

BSC Süd 05, FC Borussia Brandenburg, SV Empor Brandenburg, Grün-Weiß Klein Kreutz und Alemania Fohrde sind die Protagonisten, die ab der kommenden Saison ihre C-, B- und A-Jugendlichen in den neu gegründeten Verein entsenden werden. Dort spielen diese dann in den Farben des JFV, bleiben aber weiter Mitglieder in ihrem Stammvereinen. Betroffen sind, nach derzeitigem Stand, insgesamt rund 130 Nachwuchskicker. Aus diesem Pool sollen für die kommende Saison drei A-, drei B- und zwei C-Juniorenteams gebildet werden. Die jeweils 1. Mannschaft wird das Spielrecht des BSC Süd übernehmen und in der Brandenburgliga antreten.

Hinter der Vereinsneugründung stecke dabei nicht nur die Förderung des Leistungssports, wie JFV-Vorsitzender Jens-Uwe Oppenborn betont. "Vielmehr wurden die Überlegungen auch angestoßen, um einen Saisonverlauf jenseits der Frustrationsgrenze zu ermöglichen." Bisher haben die beteiligten Vereine in den einzelnen Altersklassen zum Teil mit gravierenden Personalproblemen zu kämpfen. Auch das Bilden von Spielgemeinschaften habe sich auf Dauer als nicht ausreichend erwiesen. "Es macht also Sinn, sich zusammen zu tun."

Sich der neuen Allianz in der Havelstadt anschließen werden indes die SG Lokomotive und der FC Stahl Brandenburg nicht, die zunächst noch ihre Bereitschaft signalisiert hatten. Es wird mit einem stattlichen Etat von rund 50.000 Euro geplant, wie Schatzmeister Martin Reinicke (GW Klein Kreutz) mitteilte. Der JFV wird sich zunächst über Umlagen aus den Stammvereinen finanzieren, 15 Euro pro entsendetem Spieler und Monat sind geplant. Sponsoren sind in Zukunft allerdings gern gesehen, "sodass die Umlage auf Sicht auf zwölf Euro gesenkt werden kann", wie Reinicke betont.

Stimmrechte im JFV besitzen einzig die Mitgliedsvereine. Dabei haben die Stimmen des BSC Süd 05 mehr Gewicht als die der anderen Clubs, was sich an der Anzahl der entsendeten Spieler bemisst und somit von Saison zu Saison schwanken kann. Süd schickt nach derzeitigem Stand 59 Spieler in den JFV, Borussia 31, Empor 23 und Alemania 16. Klein Kreutz bisher noch keinen.

Zur Führungsriege des JFV zählen neben Oppenborn und Reinicke auch dessen Bruder Dirk (stellv. Vorsitzender, FC Borussia) und die Beisitzer Frank Gerloff (Alemania), Andreas Friedrich (Empor) und Thomas Arndt (Süd).

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Fußball Martin Reinicke Fußball Regional Jens - Uwe Oppenborn Fußballverein

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