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Töpfermarkt in Görzke mit vielen Facetten

Wer kennt das nicht? Viele Kerzen sind zu weit runter gebrannt, um sie noch einmal anzuzünden. Abhilfe schafft ein "Kerzenrestefresser", der beim Töpfermarkt in Görzke erstanden werden konnte.
Wer kennt das nicht? Viele Kerzen sind zu weit runter gebrannt, um sie noch einmal anzuzünden. Abhilfe schafft ein "Kerzenrestefresser", der beim Töpfermarkt in Görzke erstanden werden konnte. © Foto: MZV
Erhard Herrmann / 20.04.2017, 18:35 Uhr
Görzke (MZV) Eine neue Lieblingstasse für den morgendlichen Kaffee oder Tee gesucht? Natürlich schmeckt beides auch aus einer "normalen" Tasse, aber aus einem Unikat doch noch ein wenig besser. Der Töpfermarkt in Görzke präsentierte eine Vielzahl möglicher Kandidaten. Das hat seinen Grund- das traditionelle Braungeschirr und die nach Bunzlauer Art gefertigten Haushaltswaren sind fast 300 Jahre nach Gründung der Töpfer-Innung das Markenzeichen für Görzke, wie auch der Töpfermarkt. Zahlreiche Besucher schlenderten deshalb durch die Breite Straße bis zum Handwerkerhof, an 78 Verkaufsständen vorbei. Das typische Aprilwetter hatte sein Gutes. Der Samstag bot noch genügend Platz für ein ungehindertes und entspanntes Durchkommen, ein Gespräch und einen freien Blick auf die vollen Stände des Töpfermarktes. Währenddessen zeigte der eine oder andere Händler nicht immer sein freundlichstes Gesicht. Dennoch war die Beratung ein wesentlicher Bestandteil des Marktes. "Wir freuen uns, dass unser Handwerk immer noch beliebt ist. Die Menschen lieben hochwertige handgemachte Waren und schätzen die Nähe zu den Produzenten", sagte Franziska M. Köllner aus Leipzig. An ihrem Stand sah man warum die zerbrechlichen Gegenstände immer wieder beziehungsweise immer noch hoch im Kurs stehen. Traditionelle Formen und Muster treffen auf moderne Interpretationen dieses alten Handwerks. Natürlich war ein großes Geschirrangebot aus robustem Steinzeug oder hauchzartem Porzellan, in floral-verspieltem Design oder schlichtem Dekor, bunt oder uni, vorhanden. Es gab aber auch Neues und durchaus Extravagantes. Plastiken für den Innen- und Außenbereich, Keramik- und Porzellanschmuck, handbemalte Fliesenunikate, Wandleuchten sowie nützliche Küchenaccessoires rundeten das breit gefächerte Angebot ab. Sehr beliebt und ein Verkaufsrenner waren die großen und kleinen Pflanzgefäße und Gartendekoration, die vom Frosch über Gnome zu reizvollen Skulpturen und Windspielen reichten. "Uns gefällt der Markt mit seinen vielen Facetten. Seit Jahren besuchen wir den Töpfermarkt auch aufgrund seines zwanglosen Ambientes", bemerkte Iris Baumgarten aus Halle. Die heimischen Töpferwerkstätten zeigten ihre Arbeitstechniken und Stilmittel und machten so Werbung für ihren Berufsstand. Letztendlich sorgten dann auch die längeren Regenpausen am Ostersonntag dafür, dass der Töpfermarkt in Görzke bei den Besuchern, auch dank ihrer Mitbringsel, in Erinnerung bleibt.

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