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Im "Hecht' durch die Havelstadt

Alexandra Gebhardt / 11.08.2017, 15:24 Uhr
Brandenburg (MZV) (age) Der Hecht ist in Brandenburger Gewässern nicht selten anzutreffen. Auf den Straßen der Havelstadt jedoch schon - bis jetzt. Nach dem "Zander', der seit April diesen Jahres auf den Straßenbahnschienen durch Brandenburg fährt, sorgt nun auch der "Hecht' - oder anders gesagt, der frisch modernisierte Triebwagen 178 - dafür, dass Fahrgäste bequem von A nach B kommen. Damit handelt es sich um den mittlerweile achten generalüberholten Tatra-Wagen aus der Flotte der Verkehrsbetriebe Brandenburg (VBBr). Allerdings hat der "Hecht' den anderen Bahnen, inklusive seinem Artgenossen, dem "Zander', etwas voraus:

BRAWO-Karikaturist Paul Pribbernow hat dafür gesorgt, das neben dem Schriftzug ein Abbild der Fischart den Triebwagen ziert. Solches ist zwar aktuell auch beim "Zander' zu finden, allerdings nicht von Pribbernow. "Alle modernisierten Triebwagen werden mit einer Zeichnung durch Herrn Pribbernow ausgestattet, worauf wir sehr stolz sind", freut sich Jens Engelmann von der VBBr.

1.552.930 Kilometer - also gut 36 Weltumrundungen - hatte der Triebwagen vom Typ KTNF6 auf dem Tacho, ehe es für ihn am 10. April diesen Jahres zur Schönheitskur ging. Drehgestelle und Einzelräder der Bremsen wurden einer Hauptuntersuchung unterzogen. Zudem erhielten die Drehgestelle neue Getriebe, sodass der Lauf im Gleisbereich nun wesentlich ruhiger ist. Nicht der einzige Komfort, den der Hecht zukünftig bietet. Modernisierte Sitze, Haltestangen, Fußböden, Türen und Einstiege sorgen ab sofort für entspannte Fahrzeiten - auch beim Fahrpersonal. "Wir haben die Fahrerkabine vergrößert, um eine ergonomisch korrekte Sitzhaltung beim Fahren zu verbessern", erklärt Engelmann weiter. Neu ist zudem ein Piktogramm, das den Rollstuhlfahrerplatz eindeutig kennzeichnet. Hier wurde zugunsten eines Wenderadius von 1,50m auf einen Sitz verzichtet und bei den Haltestangen entsprechend umgebaut.

Highlight des rundum erneuerten Triebwagens ist aber wieder die Fahrzeugdecke. Sie verweist dieses Mal auf das 120-jährige Firmenjubiläum, das in diesem Jahr begangen wurde. Kindergärten und Horte waren aufgerufen, sich an einem Malwettbewerb zum Thema zu beteiligen. Die Ergebnisse von insgesamt sieben Einrichtungen können die Gäste des Hechts, wenn sie den Blick nach oben richten, während der Fahrt nun bewundern. "Die Einsendungen waren so toll, dass wir alle berücksichtigen wollten", erklärt Engelmann.

Erstmals bestaunen durften nun jeweils 19 Kinder der Kita "Wellenreiter" und des Horts "Havelkids", ihre Werke an der Fahrzeugdecke bei der festlichen Einweihung des Triebwagens. Diese wurde ganz im Sinne der Kinder nicht mit der obligatorischen Flasche Sekt begangen, sondern mit einem Eimer voller Wasserbomben - immerhin fühlt sich so ein Hecht im Wasser ja auch am wohlsten.

"Hier ist mein Bild", freut sich Paula von den "Havelkids", die nicht weit entfernt auch die Zeichnung ihrer Freundin Nina entdeckt. Beide fahren sehr gerne mit der Straßenbahn und waren mit dementsprechend großem Eifer dabei. Aber auch bei in der Kita "Wellenreiter" wurde sich gut vorbereitet, wie Mart Vinnal, der aus Estland stammt und derzeit seinen Europäischen Freiwilligendienst in der Einrichtung absolviert, erzählt: "Wir haben zuerst gemeinsam Ideen gesammelt und am nächsten Tag haben die Kinder gemalt. Dass ihre Werke nun so Beachtung finden, ist eine tolle Belohnung."

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