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Virtuosen auf sechs Saiten

Fundiertes Wissen über Jazz und Pädagogik und natürlich die Fingerfertigkeiten für das Gitarrenspiel wurden beim Gitarrenworkshop erklärt und gemeinsam geübt.
Fundiertes Wissen über Jazz und Pädagogik und natürlich die Fingerfertigkeiten für das Gitarrenspiel wurden beim Gitarrenworkshop erklärt und gemeinsam geübt. © Foto: MZV
Thomas Baake / 23.11.2017, 10:12 Uhr - Aktualisiert 23.11.2017, 11:12
Brandenburg (MOZ) Werke von Johann Sebastian Bach ("Präludium und Fuge BWV 885") zusammen mit den Stücken des amerikanischen Komponisten George Gershwin ("Oh Lady be good, I'll build a Stairway to Paradise") - das bedeutet rhythmische Coolness auf einem klassischen Instrumentarium. Diese scheinbaren Gegensätze zusammenzufügen und in Verbindung zu bringen, erfordert meisterhafte Fingerfertigkeiten auf der Konzertgitarre. Eine Gabe, die die Musiker des "Aurelis Guitar Quartett" perfekt beherrschen.

Kein Wunder also, dass ihr Auftritt bei den Gitarrentagen der Musikschule "Vicco von Bülow" wohl zu den Höhepunkten gehörte. Doch bis zum Gitarrenvirtuosen ist es ein langer Weg. Er beginnt meist ganz trivial mit dem Satz: "Eine alte Dame geht heute Einkaufen" als Eselsbrücke. Die Anfangsbuchstaben E,A,D,G,H und E stehen für die Reihenfolge der sechs Gitarrensaiten. "Natürlich kann man irgendwelche Abfolgen lernen. Das kann man sich allein in der eigenen Stube beibringen. Aber es ist unglaublich erweiternd, das Gitarrenspiel mit den geschulten Musikpädagogen zu erlernen und die Ergebnisse dann mit anderen gemeinsam vor einem Publikum zu spielen", erklärte Musikschulleiter Bernd Heese.

Die Schüler auf diesem Instrument begeistert vor allen Dingen die Vielfalt der Stücke von Renaissance bis zur Moderne, von Filmmusik bis zu moderner Rock- & Popmusik. Gipsy Jazz, Sinti SwingJazz oder Flamenco gehören in diesem Genre mit zu den anspruchsvollsten Ausdrucksformen und standen deshalb bei den Workshops im Mittelpunkt. "Die Grundidee der Gitarrentage war, Gitarrenschülern die Gelegenheit zu geben, mit erfahrenen und professionellen Musikern und Dozenten zusammenzuarbeiten, ihnen einen Motivationsschub zu geben, weiter fleißig an den Saiten zu üben, um das eigene Spiel zu verfeinern", so Heese. Die besonderen Anforderungen für das Zusammenspiel wie Melodiespiel, Lagenspiel, Begleitung, Vom-Blatt-Spiel, Arrangieren, Spielen ohne Noten, musikalische Gestaltung, Rhythmustraining und Weiteres, werden gemeinsam geübt und diskutiert.

"Selbst wenn wir das, was uns vorgespielt wurde, nicht sofort umsetzen oder nachspielen konnten, haben wir sehr davon profitiert, dass wir mit einem hervorragenden Musiker zusammen musizieren konnten. Bei solchen Könnern Unterricht zu haben, ist unglaublich inspirierend", bestätigten die Teilnehmer am Workshop "Swing Guitar" mit Rehan Syed. Sie profitierten dabei nicht nur von dessen Leidenschaft für die Musik von Django Reinhardt und seinen Nachfolgern sondern auch von seinem fundierten Wissen über Jazz und Pädagogik, das Syed schon in zahlreichen Workshops deutlich machte.

Abgerundet wurden die Gitarrentage durch eine Reihe von Konzerten natürlich mit dem ganz besonderen Klangkörper, dem Gitarrenorchester. Denn die Gitarre im Zentrum eines Konzertes ist nicht ganz alltäglich. Solistisch ist sie sicherlich in vielen klassischen Programmen etabliert. Aber die eingeladen Ensembles "SINTI SWING BERLIN" und das "Aurelis Guitar Quartett" haben jedoch Seltenheitswert auf den Konzertbühnen. Mehr Informationen und Anmeldung zu den Musik- und den neu ins Portfolio aufgenommenen Gesangskursen unter www.musikschule-brandenburg.de.

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