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Politik
Mahlenziener Sorgenkatalog

Bürgermeister Steffen Scheller (re.) und Mitarbeiter der Stadtverwaltung diskutierten mit dem Ortschef Hartmut Klingsporn und den Mahlenzienern über die weitere Entwicklung rund um das Dorf
Bürgermeister Steffen Scheller (re.) und Mitarbeiter der Stadtverwaltung diskutierten mit dem Ortschef Hartmut Klingsporn und den Mahlenzienern über die weitere Entwicklung rund um das Dorf © Foto: MZV
Gabi Herrmann / 18.01.2018, 10:40 Uhr
Mahlenzien (MOZ) Illegale Müllentsorgung, Ausbau und Verbesserung der Durchgangs- und landwirtschaftlichen Straßen und Wege, Erdbestattung, Zustand der Brücken, Optimierung der Schulbusanbindung, neue Ortstafeln, defekte Feuerwehrsirene und Verkehrsberuhigung. Wer dachte der Vorort-Termin von Oberbürgermeister-Kandidat Steffen Scheller in Mahlenzien würde ein Kaffeekränzchen, der wurde von der Anzahl und der Dringlichkeit der Anliegen eines Besseren belehrt. Der neue Ortsvorsteher Hartmut Klingsporn hatte sich bestens vorbereitet und im Vorfeld die wichtigsten Anliegen zusammengetragen. So konnte sich ein konstruktiver und sachlich geführter Meinungs- und Informationsaustausch entwickeln. Im Dezember 1993 wurde Mahlenzien nach Brandenburg an der Havel eingegliedert. Im Telefonbuch sucht man unter der Brandenburger Vorwahl das Dorf leider vergeblich. Noch hat die alte Vorwahl aus den Viesener Zeiten bestand. "Der Wunsch auch hier nach einer Eingliederung ist nach Rücksprachen mit der Bundesnetzagentur zur Zeit leider nicht möglich. Eventuell überschneiden sich bei der Vorwahländerung dann wohl einige Telefonnummern", erklärte Scheller. Auch für den Wunsch nach einer Erdbestattung auf dem Friedhof in Mahlenzien hatte er keine guten Nachrichten. "Ich weiß, wie wichtig es ist, einen Ort zu haben um zu Trauern und sich zu erinnern. Leider befinden sich in diesem Gebiet zu viele Brunnen, die für die Wasserversorgung der Stadt wichtig sind.", bedauerte der Bürgermeister. Er versprach aber zu überprüfen, ob überhaupt alle Brunnen in Betrieb sein müssen, um so die Möglichkeit für eine Erdbestattung schaffen zu können. Mit Beschaulichkeit und einer ruhigen Verkehrslage ist es in Mahlenzien schon lange vorbei. "Immer mehr Autofahrer aus Kirchmöser, Plaue und viele mit dem JL- Kennzeichen nutzen die Durchgangsstraße als willkommene und bequeme Abkürzung", klagten die Besucher der Sprechstunde und forderten deshalb verkehrsberuhigende Maßnahmen wie Temposchwellen. Zudem fühlen sie sich durch die schlechten Straßen und Wege nach Viesen und Boecke immer mehr abgeschnitten. Beklagt wurde auch die Straße nach Wenzlow. Hier soll laut Tiefbauleiter Peter Reck mittelfristig Abhilfe geschaffen werden. "Die Brücken und Rampen bekommen neue Beläge und für die Brücke über die Buckau ist ein Ersatzneubau vorgesehen", erklärte Reck. Leider haben sich auch die Befürchtungen der Mahlenziener bewahrheitet, dass die "neue" Heerstraße dem Verkehrsaufkommen nicht gerecht wird. Wildwuchs, Riesenpfützen und Schlaglöcher machen dazu ein Ausweichen kaum möglich. Radfahrer und Läufer werden durch rücksichtslose Autofahrer gefährdet", schilderten einige Mahlenziener die Situation. Probleme, die allen Anwesenden der Stadtverwaltung bewusst sind. Eine schnelle Lösung ist dennoch nicht in Sicht. "Glauben sie mir, wir sind alle nicht glücklich mit dieser halbherzigen Lösung für den Ausbau der Straße. Sie führt durch einen landschaftlich sensiblen Raum und hier gelten strenge Vorschriften in Sachen Umweltschutz", beschwichtigte der Tiefbauleiter. Die Verbesserung der allgemeinen Straßenzustände und Möglichkeiten für den landwirtschaftlichen Wegebau will man bei weiteren Vorort-Terminen mit Verantwortlichen und Betroffenen zeitnah in Angriff nehmen, um bereits vorhandene Gelder nutzvoll zu investieren. Die nächste Bürgersprechstunde mit Steffen Scheller und Mitarbeitern der Stadtverwaltung findet am Mittwoch,24. Januar, in Göttin statt.

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