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Benefiz
Geldsegen fürs Studentenleben

Frank Robbie Wallis (li.) und Bernhardt Hoier (re.) vom Rotary Club Brandenburg übergaben in der vergangenen Woche die symbolischen Schecks für die Stipendien in Höhe von jeweils 750 Euro, über die sich in diesem Jahr Aleksandr Alekseev (2.v.l.) und Daniil Shestakov freuen (2.v.r.) dürften.Seit mittlerweile elf Jahren vergibt der Club die Stipendien an Studenten der Hochschule, die Präsidentin Burghilde Wieneke-Toutaoui leitet.
Frank Robbie Wallis (li.) und Bernhardt Hoier (re.) vom Rotary Club Brandenburg übergaben in der vergangenen Woche die symbolischen Schecks für die Stipendien in Höhe von jeweils 750 Euro, über die sich in diesem Jahr Aleksandr Alekseev (2.v.l.) und Daniil Shestakov freuen (2.v.r.) dürften.Seit mittlerweile elf Jahren vergibt der Club die Stipendien an Studenten der Hochschule, die Präsidentin Burghilde Wieneke-Toutaoui leitet. © Foto: Gebhardt
Alexandra Gebhardt / 16.04.2018, 13:11 Uhr - Aktualisiert 16.04.2018, 13:26
Brandenburg an der Havel (MOZ) Geldmangel ist bei Studenten in der Regel keine Seltenheit. Immerhin gilt es – und das ganz neben dem Studium – Wohnraum, Lebensmittel und Freizeit mithilfe nur weniger Euro zu finanzieren. Etwas entspannter gestaltet sich das kommende Semester allerdings nun Aleksandr Alexkseev und Daniil Shestakov. Beide studieren im zweiten Mastersemester an der Technischen Hochschule Brandenburg (THB) und wurden in der vergangen Woche durch den amtierenden Präsidenten des  Rotary Club Brandenburg, Bernhardt Hoier, und Pastpräsident Frank Robby mit Stipendien in Höhe von jeweils 750 Euro bedacht.  Eine Summe, die durch Mittel des Auswärtigen Amtes, der die Deutsche Akademie Austausch Dienst (DAAD) noch einmal um das doppelte aufgestockt wird, sodass sich die beiden aus Russland stammenden Studierenden jeder über insgesamt 1500 Euro freuen dürfen.

Geld, das für den 26-jährigen Aleksandr gerade recht kommt. Er ist zusammen mit seiner Ehefrau, die ebenfalls ein Studium in Deutschland begonnen hat, zu Beginn des Studiums in eine eigene Zwei-Zimmer-Wohnung gezogen und arbeitet neben seinem Wirtschaftsinformatikstudium weitere 20 Stunden, um den Alltag finanziell zu ermöglichen. „Das Stipendium wird uns dabei helfen, dass ich im kommenden Semester etwas weniger arbeiten muss, ich mich mehr auf das Studieren konzentrieren kann und wir trotzdem gut leben können“, freut sich der aus Ulan-Ude stammende Student, der bereits ein BWL-Studium in Irkutsk erfolgreich abgeschlossen hat und an der THB seine IT-Kenntnisse ausbauen möchte, um bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu haben. Denn auch seine Zukunft sieht er in Deutschland, wie er sagt.

Große Pläne, die auch Daniil Shestakov hat. Er wurde auf einer Kooperationsbörse der deutschen Botschaft in Moskau auf die THB aufmerksam und hat sich  kurzerhand nach dem Abschluss seines BWL-Diploms in Volgograd in der Havelstadt beworben. Heute studiert er hier vor allem aufgrund der kleinen und praxisnahen Kurse und der offenen Kommunikation mit anderen Studierenden und Professoren gerne und erfolgreich. So wird er unter anderem schon in der kommende Woche nach Österreich zur 24. Euroweek, einer studentischen Konferenz, bei der internationale Teams ihre Projekte vorstellen, fahren. „Dafür brauche ich unbedingt noch einen Anzug, wie mir gesagt wurde. Ein Teil des Geldes werde ich also dafür investieren. Das hat man als Student ja doch nicht einfach so übrig“, verrät der 22-Jährige lächelnd.

„Genau für solche Fälle sind die von uns vergebenen Stipendien da. Wir möchten ausländische Studenten unterstützen, deren Eltern keine finanzielle Unterstützung leisten können. Es ist also in erster Linie keine Bestnote, die bei der Auswahl entscheidend ist. Zudem schauen wir sehr auf das soziale Engagement der uns vorgeschlagenen Bewerber, und freuen uns immer, wenn diese sich im Rahmen von Rotaract einbringen“, so Frank Robbie Wallis, der sich besonders freut, die schon zur Tradition gewordenen Stipendien an THB-Studenten mittlerweile zum elften Mal vergeben zu dürfen. Nicht zuletzt, weil die Unterstützung auf diese Weise auch in der Stadt bleibt und den Studenten nachhaltig hilft, ihren Erfolg nach dem Studium weiterzuführen.

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