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Vernissage
Alles auf (Neu)-Anfang

Erhard Herrmann / 14.05.2018, 15:11 Uhr
Brandenburg Unter dem Titel „Auf ein Neues…150 Jahre Sammlungen des Museums“, wurde am Internationalen Museumstag eine neue Sonderausstellung im Frey-Haus eröffnet. Das Museum zeigt neue Schätze aus seinen Depots und erinnert gleichzeitig an die 150-jährige Geschichte des Historischen Vereins Brandenburg. Das Stadtmuseum entstand aus dem vereinsgetragenen Museum des 1868 gegründeten Vereins und ist damit eines der ältesten im Land Brandenburg.

1887 wurde das erste Museum im Steintorturm eröffnet. Mit dem Übergang des Frey-Haus-Komplexes im Jahre 1936 und die Übereignung des Heimatmuseums mit seinen Beständen in den Besitz der Stadt, begann die eigentliche Geschichte des städtischen Museums. Eine Geschichte, die in den letzten Jahren teils zu Recht und teils zu Unrecht nicht immer positiv verlief. Größte Pluspunkte: Das Haus hat seine eigene Geschichte. Wer das Haus betritt, wird sofort den historischen Wert des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes feststellen.

Der Fundus riesig. Er verfügt über 156.000 Objekte darunter 70.000 Fotos, 6.000 Spielzeuge, 11.400 Bilder, 328 Ölgemälde und Aquarelle etc. Dennoch blieben die Besucher in der Vergangenheit aus. Die Gründe Personalquerelen, Geldmangel und Umbauten. Die Ausstellung soll helfen, sich wieder neu zu positionieren.

„In der Zielsetzung möchten wir der Stadt und ihren Gästen einen attraktiven kulturellen Anlaufpunkt bieten mit der Vermittlung der städtischen Geschichte“, erklärte Museumsleiterin Heike Köhler. Die Ausstellung zeigt deshalb „Museales der ersten Stunde“. Die wechselvolle Geschichte des Marienberges, Einblicke in das frühe Brandenburger Handwerk und Facetten der Industrieproduktion, speziell der metallverarbeitenden Industrie. Die ältesten und bedeutendsten Stücke sind die beiden letzten originalen Heiligenfiguren aus Backstein von der Katharinenkirche, die mit Hilfe von Fördermitteln restauriert werden konnten.

Zu den jüngsten Objekten gehört die Erinnerungstafel zur Einweihung der Friedenswarte von 1974. Mit dem Trend zunehmender Aktualität tritt auch das Thema Digitalisierung in den Vordergrund. Ergänzt wird die Ausstellung deshalb durch Industriefotos von 1906, die in einer Bilderschau gezeigt werden. Es kann auch ein historischer Stadtgang mit dem alten Film über „Brandenburg - die tausendjährige Stadt der Mark“ von 1929 angesehen werden.

In der Medienstation gibt es ein ganz neues Modul, in dem es um die wechselvolle Nutzungsgeschichte des Marienberges geht. „Ein Museum braucht die Besucher, sie erfüllen es letztendlich mit leben“, Museumspädagogin Gudrun Bauer resümierte, dass ein Museum nicht allein von Fachinteressen gesteuert wird und von Ausstellungen überlebt und hofft das, dass Museum im Frey-Haus in der Stadt und im Leben der Menschen weiterhin eine Rolle spielt.

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