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Historisches Denkmal
Hohes Kulturgut in Krahne

Erhard Herrmann / 16.05.2018, 15:35 Uhr - Aktualisiert 16.05.2018, 16:15
Brandenburg/Havel ( ) „Ein Gesamtkunstwerk als Anziehungspunkt für die Region wird hier entstehen. Die Besucher sollen zeitgenössische Kunst im historischen Denkmal genießen können“, so das Ziel von Martina Breyer und Lutz Raschke. Martina Breyer, die freischaffende Künstlerin, Designerin und Innenarchitektin und der IT-Berater Lutz Raschke haben sich vor zwei Jahren in das Krahner Gutshaus des Rittergutes mehr oder weniger verliebt.

„Erst waren wir erschrocken über die Ausmaße und Anzahl der Zimmer. Zudem war es für uns eine große Veränderung aus dem Zentrum von Berlin direkt auf das Land zu ziehen. Dennoch freuen wir uns, über diesen Neuanfang und die Möglichkeit ein „Kunstgut“ zu realisieren“, erzählte Lutz Raschke.

Der Anfang ist nun gemacht. Am Sonntag präsentierten sie zur Galerieeinweihung die fertiggestellten Räume. Die neue Galerie umfasst zwei große Räume, in denen Martina Breyer zunächst ihre eigenen Kunstwerke ausstellen wird. Später sollen hier auch andere Künstler ihre Bilder präsentieren.Die Wandfarben, ein helles Blau und Beige und die 2,40 Meter hohen Türen wurden historisch angepasst. Küche, Bad und Heizung sind ebenfalls fertig.

Damit ist das Gutshaus mit seinen 1100 Quadratmetern Wohnfläche zu einem Viertel im Innern saniert. In Anbetracht des Zustandes beim Kauf ein wahrer arbeitsmäßiger und finanzieller Kraftakt. Das Haus stand seit etlichen Jahren leer. Keine funktionsfähige Heizungsanlage, fehlende Elektroinstallation, defekte Be- und Entwässerung. Das Dach an vielen Stellen undicht und mit Pilz oder Schimmel befallen. Die Fassade ist beschädigt und durch unsachgemäße Installationen und verschiedene Fenster verschandelt.

150 000 Euro steckten Lutz Raschke und Martina Breyer in den ersten Teil der Sanierung. Für die Hüllensanierung erhalten die Besitzer über ein Denkmalschutz-Sonderprogramm 200 000 Euro. Die gleiche Summe muss noch einmal in das Außengebäude, Dach und die 80 Fenster investiert werden, sodass das Gesamtvolumen bei 400 000 Euro liegt. Fast 3000 private Arbeitsstunden haben die Hausbesitzer in den letzten 24 Monaten investiert. „Wir sind mehr als zufrieden mit dem, was wir bisher geleistet haben und konzentrieren uns auf das was für uns noch machbar ist“, erklärte Martina Breyer.

So soll die obere Etage zwar nicht ausgebaut werden, aber für das Erdgeschoss haben die Eigentümer noch Einiges in petto. Geplant sind dort Wohn-und Arbeitsräume für Künstler. In der Remise entstehen zwei Ferienwohnungen. Eine Sauna mit kleinem Wellnessbereich soll auch ihren Platz finden. Damit nicht genug. Auch der Außenbereich wird immer wieder neu gestaltet. Martina Breyer liebt kräftige Farben, die ein harmonisches Bild ergeben müssen. Dies spiegelt sich nicht nur in ihrer Kunst, sondern auch im Garten wieder. Verschiedene Staudenbeete wechseln sich mit dem Blühen ab, jeden Monat gibt es einen anderen Farbschwerpunkt. Teilnehmer und Gäste können sich dann im geplanten Themen- und Farbengarten entspannen.

Die Galerie, mit dem breiten Kunstportfolio von Martina Breyer, in der Krahner Hauptstraße 7 ist in den Sommermonaten jeden Sonntag von 12-18 Uhr geöffnet.

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