Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de
Logo Brandenburger Wochenblatt

Spendenlauf
Nahendes Happy End für die Figuren des Märchenwaldes

Alexandra Gebhardt / 11.06.2018, 14:51 Uhr
Brandenburg (MOZ) „Und wenn sie nicht gestorben sind, leben sie noch heute“ – im Märchen nehmen auch die dramatischsten Geschichten stets ein gutes Ende. Ein Schicksal, das nun auch für den einst so beliebten Brandenburger Märchenwald gelten könnte. Jahrelang verzauberten über zwanzig Märchenszenen mit Figuren wie Frau Holle, Rotkäppchen oder Schneewittchen die Spaziergänger des Gördenwaldes, ehe sie 2015 mit dem Abriss des Waldes ihr jähes Ende fanden. Verloren gegangen sind die Figuren – anders als die zerschlagenen Holzhütten des Waldes –  aber nicht. Vielmehr wurden sie sorgfältig eingelagert und warten darauf, aus einem langen Dornröschen-Schlaf ‚geküsst’ zu werden.

Einer, der dieses Vorhaben schon lange plant, ist Tino Haberecht, Quartiersmanager des Stadtteils Hohenstücken, der die Figuren als Teil eines großen Projektes auf dem ehemaligen Schulgartengelände der Gebrüder-Grimm-Grundschule inszenieren will. „Angedacht ist, die gut 5500 qm große Fläche in drei Abschnitte zu teilen und in einem Bereich die Märchenfiguren in einem neu geschaffenen Märchengarten anzulegen. Ein weiterer Teil soll dann von den Schülern in der Grundschule in ihrem Schulgarten nutzbar gemacht werden“, so Haberecht zu seiner Intention, die als dritten Teil  Hochbeete, die eine Bühne für kleine Auftritte umranden und von den Bürger selbst bepflanzt und gepflegt werden können, vorsieht. Auch für die Frage nach der Finanzierung seines ehrgeizigen Projektes hatte Haberecht dabei schnell eine Idee: Einen Spendenlauf, bei dem Schüler und Hobbysportler diverser Unternehmen gemeinsam für den guten Zweck rennen, soll den Auftakt zur Wiederbelebung des Märchenwaldes markieren. „Allerdings ist so etwas sehr aufwendig zu organisieren, weshalb ich die Idee einer Gruppe von Studierenden der Technischen Hochschule Brandenburg (THB) unterbreitet habe und dort auf offene Ohren gestoßen bin“, erklärt Haberecht weiter.

Fortan für die Organisation des Projektes verantwortlich zeichnete sich ein 13-köpfiges Team der THB, in dem u.a. Anne-Maria Maudrey, Julian Paul, Johannes Braun und Beate Camphausen vertreten waren. Für die vier Betriebswirtschaftsstudenten eines der ersten großen praktischen Projekte ihrer bisherigen Laufbahn, bei dem sie deshalb mit umso mehr Ehrgeiz und Freude dabei waren. Über mehrere Wochen haben sie Schulen zum Mitmachen aufgerufen, viele Unternehmen und Organisationen angeschrieben, Vereine und Firmen auf ihr Anliegen aufmerksam gemacht. Und es hat sich gelohnt: sechs verschiedene Grund- und weiterführende Schule, u.a. die Tschirch-Oberschule, die Grundschule Gebrüder Grimm sowie das Bertolt-Brecht- und von Saldern-Gymnasium, Eltern und Hobbysportler vieler Unternehmen gingen am Freitag auf dem Sportplatz an der Friedrich-Grasow-Straße an den Start und gaben trotz tropischer Temperaturen alles – denn jede gelaufene Runde zählte und wurde im Anschluss gegen einen vorab ausgemachten Wert, etwa ein Euro pro Runde, eingetauscht. „Toll macht ihr das, weiter so“, feuerten die Organisatoren die Sportler nach jeder neuen Runde für die sie ein buntes Bändchen überreichten an.

„Wir sind gespannt, was am Ende als Summe zusammen gekommen ist. Viele Unternehmen haben sich aber schon vorab mit einem Betrag beteiligt, weshalb wir optimistisch sind, dass 5000 Euro oder mehr zusammenkommen“, freut sich Beate Camphausen, die sich dieser Tage mit ihren Kommilitonen nun daran macht, das erlaufene Geld zusammenzutragen, sodass Tino Habrecht alsbald seine weiteren Pläne bezüglich des Märchenwaldes umsetzen kann.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2018 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG