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Neue Beratungsstelle
Schwerpunkt: Sehen

Karla Schramm, Marion Brückmann und Christine Rohrschneider (v.l.n.r.) sind in der „Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatung“ (EUTB) in der Bollmannpassage für andere Betroffene da.
Karla Schramm, Marion Brückmann und Christine Rohrschneider (v.l.n.r.) sind in der „Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatung“ (EUTB) in der Bollmannpassage für andere Betroffene da. © Foto: Linckus
Anja Linckus / 14.09.2018, 14:47 Uhr
Brandenburg (MOZ) Menschen mit einer Behinderung oder einer drohenden Behinderung aus der Havelstadt und den Landkreisen Potsdam Mittelmark und Havelland haben in der Stadt Brandenburg ab sofort eine neue barrierefreie und gut zu erreichende, innerstädtische Anlaufstelle: Seit Anfang September gibt es in der Bollmannpassage in der Hauptstraße 21 in Trägerschaft des Blinden- und Sehbehinderten-Verbandes-Brandenburg e.V. eine weitere neue „Ergänzende Unabhängige Teilhabeberatung“ (EUTB) mit dem Schwerpunkt „Sehen“, die vorerst für drei Jahre von der Bundesregierung finanziert wird.

Neben Beratungsstellenleiterin Marion Brückmann kümmern sich die Mitarbeiterinnen der EUTB, Karla Schramm und Christine Rohrschneider, immer dienstags von 9 bis 12 Uhr und von 13 bis 17 Uhr sowie donnerstags von 9 bis 12 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung unter 03381/3288064 oder per Mail an bsvb@bsvb.de kostenfrei um alle Belange, Sorgen und Probleme von (Seh-)Behinderten zu Fragen der Teilhabe, denn eine gleichberechtigte Teilhabe ist die Voraussetzung für Unabhängigkeit. Ihre Grundsätze dabei: „Alles aus einer Hand“ und „Behinderte beraten Behinderte“ Denn auch wenn man es ihnen nicht ansieht, die drei Frauen sind selbst von nicht heilbaren Erkrankungen der Augen betroffen und kennen sich deshalb gut  mit den Sorgen und Problemen von Betroffenen aus. So helfen Marion Brückmann, Karla Schramm und Christine Rohrschneider zum Beispiel im Vorfeld der Beantragung von Leistungen, wie einer Leistung zur medizinischen Rehabilitation und der Zuständigkeit der Rehabilitationsträger, oder zur Teilhabe am Arbeitsleben,  wie das Finden eines Arbeitsplatzes oder das Entdecken beruflicher Perspektiven, aber auch zur Inanspruchnahme von sozialen Leistungen weiter. Viele Fragen drehen sich dabei auch um das „Persönliche Budget“, um den Schwerbehindertenausweis, um die Beschaffung von Hilfsmitteln. Nicht selten wird auch „nur“ jemand zum Zuhören gesucht, um sich einmal alle Sorgen und Nöte von der Seele reden zu können.

Die EUTB-Mitarbeiterinnen, die mit einem Grundlehrgang auf ihre Tätigkeit vorbereitet wurden und sich auch künftig weiterqualifizieren werden, hören dann einfach nur zu oder beraten – nur demjenigen gegenüber verpflichtet, den sie gerade beraten – auf „Augenhöhe“, damit ihre Gesprächspartner selbstbestimmt Entscheidungen treffen können –  ganz nach ihren individuellen Bedürfnissen, unabhängig von Trägern, die die Leistungen bezahlen oder von Leistungserbringern. Ohne fremden Druck etwas entscheiden zu können und zu dürfen, stärkt bei den Betroffenen das Selbstbewusstsein und das Vertrauen in die eigene Persönlichkeit. Und damit soll schlussendlich dazu beigetragen werden, dass Menschen mit einer (Seh-)Behinderung ihr Leben insgesamt stärker selbstbestimmt leben können – wie in Paragraph 32 des Bundesteilhabegesetzes vorgeschrieben.

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