Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de
Logo Brandenburger Wochenblatt

Projekt
Olympisches Dorf soll mehr sein

Blick in die Zukunft: so könnte das Speisehaus der Nationen in wenigen Jahren aussehen.
Blick in die Zukunft: so könnte das Speisehaus der Nationen in wenigen Jahren aussehen. © Foto: Erik Roßnagel/terraplan
Silvia Passow / 07.12.2018, 16:15 Uhr - Aktualisiert 07.12.2018, 16:24
Elstal (Silvia Passow) Auf der Unternehmerkonferenz Ende November in Elstal gab terraplan-Geschäftsführer Erik Roßnagel einen Überblick über den aktuellen Stand zum Bauvorhaben Olympisches Dorf. 500 Wohnungen entstehen hier.

Im ersten Bauabschnitt laufen die Arbeiten nach Plan, es wird gebaggert, gebuddelt, die historischen Gebäude entkernt und auf ihre neue Bestimmung vorbereitet. 250 Wohnungen entstehen, 100 davon im Speisehaus der Nationen und die anderen in den strahlenförmig um das geschichtsträchtige Gebäude gebauten Wohnhäusern. Der zweite Bauabschnitt ist in Planung, weitere 300 Wohnungen sollen hier in den Plattenbauten von einst entstehen. Von Platte wird hinterher allerdings nicht mehr viel zu sehen sein.

Roßnagel hat Pläne, der Architektur den eigenen Stempel aufzudrücken. So sollen Loggien den Gebäuden einen ganz eigenen Stil geben. „Bezahlbares Wohnen und betriebswirtschaftliches handeln sind möglich“, sagt Roßnagel, der verschieden große und ausgestattete Wohnungen plant. Optimale Raumnutzung ist für Roßnagel Teil des Konzepts. Er wünscht sich eine soziale Durchmischung im Lebensraum olympisches Dorf. Entsprechung sind auch die Mietpreise unterschiedlich angesiedelt. Laut Roßnagel wird es Wohnungen für unter 10 Euro pro Quadratmeter geben.

Was Roßnagel plant, ist keine Mietskaserne,sondern ein wenig Dorf im Dorf, mit Naherholungsmöglichkeiten auf dem Gelände. Auen und Biotope bleiben erhalten oder werden aufgewertet. Spielplätze, Freizeitmöglichkeiten und viel Raum für gemeinschaftliches Miteinander der Bewohner ist Teil des Konzepts. Jung und alt, Singles und Familien sollen ein „Zuhause für alle“ finden, sagt Roßnagel. Gleichzeitig soll der Gebäudekomplex an seine Geschichte erinnern.

Alte Bauelemente werden mit Neuen verbunden. Im Speisehaus der Nationen wird es einen Museumsflur geben, der mit einer Dauerausstellung an die ursprüngliche Funktion des Geländes erinnert. Denn tatsächlich wurde das Olympische Dorf von 1936 zwar für die Olympischen Spiele gebaut, doch bereits zur Entstehungszeit, war der Zweite Weltkrieg bereits Bestandteil der Planungen.

So war das Speisehaus der Nationen nicht nur monumental auf einem Hügel mit Blick zum Olympiastadion errichtet worden. In der Bauplanung war bereits die spätere Nutzung als Krankenhaus eingeflossen.

Die Nähe zur B5 erfordert Schallschutzmaßnahmen, auch hier ist Roßnagel bereits planerisch tätig. Außerdem sind weitere Parkmöglichkeiten geplant. Augenzwinkernd sagt er: „Wustermark habe schließlich die strengste Stellplatz-Satzung nördlich der Alpen.“

Für Roßnagel ist das Projekt G.O.L.D. - Gartenstadt Olympisches Dorf - wie es offiziell heißt, Teil des Lebens geworden, sagt er. Wenn alles weiter nach Plan läuft, könnten 2021 die ersten Möbelwagen und die neuen Bewohner vorfahren.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2018 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG