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Jubiläum
25 Jahre Landkreis Havelland

Sandra Euent / 12.12.2018, 16:34 Uhr - Aktualisiert 12.12.2018, 16:47
Havelland (MOZ) Fontane, Duncker, von Loebell, mit ihnen allen und vielen mehr ist der Landkreis Havelland auf die eine oder andere Weise verbunden. Alle diese eigentlich schon von uns gegangenen Herren standen am Dienstag auf der Bühne des Kulturzentrums in Rathenow - verkörpert von Stefan Schulz, dem ersten Vorsitzenden des Theater Lichtblicks. In diesen historischen Persönlichkeiten führte Schulz durch das kurzweilige Programm zum 25-jährigen Jubiläum des Landkreises Havelland. Vertreter von Politik, Verwaltung und Wirtschaft, aus Vereinen und Bürger feierten zusammen und erfuhren „nebenbei“ einiges zur Geschichte des Landstriches.

Der Zusammenschluss der beiden Altkreise Nauen und Rathenow erfolgte 1993 nicht freiwillig. Eine Verwaltungsstrukturreform des Landes Brandenburg verlangte es. Doch man habe sich zusammen gerauft, sagten dann auch die beiden ehemaligen Landräte, Burkhard Schröder (Nauen, SPD) und Dieter Dombrowski (Rathenow, CDU), zur Anfangszeit. Emotional sei das Thema gewesen, aber letztendlich sei man pragmatisch heran gegangen, so Schröder, der bis 2016 Landrat des Kreises war. 

25 Jahre Landkreis Havelland wurde am 11. Dezember im Rathenower Kulturzentrum mit einem mehr als zweistündigen, abwechslungsreichen Programm gefeiert.
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25 Jahre Havelland

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Das Jugendblasorchester der Musik- und Kunstschule Havelland griff mit ihrer Darbietung der Titelmelodien zu „Mission Impossible“ und „The Beauty and the Beast“ das Thema musikalisch auf. Mehr als 3.000 Menschen lernen derzeit in der kreiseigenen Musik- und Kunstschule, der älteste Schüler ist weit über 60.

In die Vergangenheit nahm das Duo con emozione aus Paretz mit ihrer Musik mit. Noch längst nicht vergangen sind die Sugar Beats aus Grünefeld - obwohl die Band schon seit 1964 existiert, rockten sie den Saal. Zuvor hatte eine Tanzeinlage der Frauen des Garlitzer Carneval Clubs für Begeisterung gesorgt. Die Garlitzer haben 2018 den zweiten Platz im Länderentscheid „Unser Dorf hat Zukunft“ belegt und dürfen 2019 Brandenburg im Bundesentscheid vertreten. Auch Sänger Joe Carpenter, die Einradgruppe des TSV Falkensee sowie Musical- und Tänzer der Musik- und Kunstschule Havelland trugen zum vielfältigen und kurzweiligen Programm bei.

Zum Havelland gehören Dörfer genau wie Städte. Die Natur ist ein großes touristisches Potenzial. Die Namensgebende Havel zieht sich wie eine Lebensader durch den Kreis. Auf ihr paddeln Kanufahrer, schippern Hausboote oder Yachten. Nicht nur zu Wasser, auch auf dem Rad lässt sich die Region hervorragend erkunden. 2019 gibt es eine neue Route - die Fontaneroute führt von Neuruppin bis nach Potsdam quer durch das Havelland. Im Naturpark Westhavelland und in der Döberitzer Heide leben viele seltene Tier- und Pflanzenarten. Im Westen des Landkreises ist es so dunkel, dass hier Deutschlands erster Sternenpark gegründet wurde.

Viele Probleme und Hindernisse habe der Landkreis bewältigen müssen in den vergangenen 25 Jahren, stellte der derzeitige Landrat Roger Lewandowski (CDU) fest. Doch man habe sich zusammen gerauft und es gäbe Perspektiven. Es mache ihm Spaß, Landrat zu sein, den Kreis weiter zu entwickeln und dafür zu Sorgen, dass es sich gut anfühlt, Havelländer zu sein. Und weil es ja war zu Feiern gab, brachte der Landrat auch ein Geschenk mit. Gut gehütetes Geheimnis bis zur Festveranstaltung waren die Schilder, die ab 2019 an den Kreisgrenzen die Autofahrer willkommen heißen und verabschieden werden.

Persönlichkeiten

Theodor Fontane weilte gern und oft im Havelland. In seinen „Wanderungen durch die Mark“ hat er vor allem mit dem Gedicht „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“ Werbung für die Region gemacht. Der Rathenower Johann Heinrich August Duncker hat 1801 das Patent für seine Vielschleifmaschine erhalten und damit die Optische Industrie begründet. Friedrich Wilhelm von Loebell war von 1889 bis 1900 Landrat im damaligen Kreis Westhavelland.

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