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Lutzens’ Wetterhistörchen
Vom Winter noch keine Spur

MOZ / 06.01.2019, 12:45 Uhr - Aktualisiert 08.01.2019, 10:46
Brandenburg (MOZ) Nun hat auch der letzte Monat des Jahres 2018 mit einer deutlichen Temperaturabweichung nach oben auf sich aufmerksam gemacht. Blieb es doch gegenüber dem vieljährigen Mittel von 1,3 Grad gar um 3,5 Grad zu mild. Das zumindest zum Leidwesen all jener, die Frost, Eis und Schnee lieben. Denn vom richtigen Winter gab es keine Spur.

Im Gegenteil, speziell die erste Woche und die letzten Tage des Monats brachten uns geradezu untypische Werte. Zeigte doch das Thermometer beispielsweise am 3. mit 13,2 Grad als Maximum sowie am 7. mit 11,3 Grad (morgens bereits 10,1°) sogar zweistellige Marken an. Und die Sonne schien bis zum 8., auch dank des Hochs „Hugo“, insgesamt 22 Stunden. In der Folgezeit begnügte sich „Klärchen“, die sich an 16 Tagen „versteckte“, - aber dann mit gerade noch weiteren fünf (!) Stunden. Das  letztendlich reichte nur zur Hälfte des „Solls“; somit steht ein neuer Negativrekord in den meteorologischen Annalen. Dominierte doch fortan im Gegensatz zum allergrößten Teil des Jahres immer wieder Tiefdruckeinfluss. Mit einer West- bzw. Südwestströmung löste gewissermaßen ein Tief das andere ab. Hier sollen  „Jadwiga“, „Karin“, „Marielou“ (am 7. und 8.), „Stina“ sowie von den letzten Dezembertagen „Veruca“, „Witta“ und „Zeehe“ genannt sein. Regen, wenn auch nicht die ganz großen Mengen, zudem des Öfteren kräftige Schauer, langanhaltender Niesel sowie Wind und stürmische Böen ließen den ersten Monat des kalendarischen Winters eher wie „drei schlechte November“ erscheinen. Ganz zu schweigen von dem damit einhergehenden trüben, oft zu Dunkelheit neigenden Tagesablauf.

Lediglich zwischen dem 13. und 17. gab es einen zarten  winterlicher Akzent mit dem für diese Jahreszeit eher passenden Temperaturverlauf. Dennoch reichte es zu keinem Eistag (ständig unter Null). Nur einmal - am Morgen des 15. Dezember - wurden minus 0,2 Grad gemessen. Nach einem Maximum von + 0,8 Grad ging die Quecksilbersäule abends auf -1,1 °! zurück, wie dann noch einmal am 17. So reichte es summasumarum lediglich zu sechs Frost- sowie 10 Bodenfrosttagen. Da hatten die wenigen Schneeflocken, die kurzzeitig am 16., 17. und 24. fielen, keine lange „Überlebenschance“.

Werfen wir abschließend einen Blick auf die gesamte Niederschlagstätigkeit. Immerhin wurde nach vielen Monaten erstmals wieder die übliche Menge (43,5 l) erreicht. Im Stadtteil Görden fielen an 21 Tagen genau 43,2 l, dabei je 6,1 l am 21. und 29. Auf der Eigenen Scholle waren es 42 l, und in Kirchmöser wurden 45,8 l gemessen.

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