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Wahlkampfauftakt
AKK in der Werft

Erhard Herrmann / 14.01.2019, 15:30 Uhr - Aktualisiert 14.01.2019, 15:39
Brandenburg (MOZ) Das Superwahljahr ist für die Christdemokraten in der Stadt perfekt gestartet. Im kommenden Mai sind die Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, sowohl über die künftige Zusammensetzung der Stadtverordnetenversammlung als auch über das  EU-Parlaments abzustimmen.

Im September wird ein neuer Landtag gewählt, der ein neues Farbenspiel garantiert. Denn SPD und AfD liegen nach aktuellen Umfragen mit 20 Prozent gleichauf. Es folgen die CDU mit 19 Prozent, und Die Linke mit 18 Prozent. Die Grünen würden 12 Prozent wählen. Dabei sticht ins Auge, dass die in sich gestärkte CDU landesweit etwa zehn Prozent unter den bundesweiten Werten liegt. Damit „Schwarz“ in der Stadt und Land Brandenburg eine dominierende Farbe bleibt bzw. wird hat die CDU einen ersten Joker gezogen. Der Besuch von der neuen CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer und Landeschef Ingo Senftleben soll für Rückenwind im Wahlkampf sorgen.

Der Empfang in der Werft für die CDU Spitzenpolitiker war freundlich. Die 56 Jahre alte Saarländerin Kramp-Karrenbauer zeigte sich als eine bodenständige, nahbare Politikerin, die sich mit der Basis verbunden fühlt und Humor hat. „Ich bin nur 1,63m groß, wenn Sie mich im Saal nicht sehen, schauen Sie einfach wo die Kameras sind“, scherzte sie. Ging dann aber gleich wieder in Medias res.

Sie bewundere wie sich Brandenburg an der Havel entwickelt hat und dass hier vieles richtig gemacht wurde. Die CDU Bundesvorsitzende weiß wovon sie spricht. „Ich kann das sehr gut nachvollziehen, was die Menschen hier durchgemacht haben. Auch im Saarland haben tausende von Menschen ihre Arbeit in der Kohle-und Stahlindustrie verloren", so die Bundesvorsitzende. Etwa 25 Minuten redete sie ohne Manuskript ging kurz auf die kommenden Herausforderungen wie den Brexit ein. Kontroverse Debatten dürfte der Vorschlag von Annegret Kramp-Karrenbauer zur Einführung von sozialen Diensten wie der Wehrpflicht oder einem sozialen Jahr auslösen. Passend zu diesem Thema die Diskussion um das Ehrenamt.

Unzureichende Ausstattungen, mangelnde politische Unterstützung oder Überlastung. Vertreter vom DRK und den Kameraden der Feuerwehren zeigten die akuten Probleme auf. Hinzu kommen Überalterung und Nachwuchssorgen. „Dadurch fehlen automatisch Kraftfahrer“, klagte Oliver Tröger von der Freiwilligen Feuerwehr Kirchmöser. „Das Land sollte überlegen die Führerscheine zu finanzieren und nach einigen Dienstjahren diese dann allgemein freizuschalten“, so sein Vorschlag, auch um neue Mitglieder zu gewinnen. Die Zeit natürlich viel zu kurz, um umfassend auf alle Anliegen einzugehen. Die beiden CDU Spitzenkandidaten Annegret Kramp-Karrenbauer und Ingo Senftleben, Landesvorsitzender der CDU Brandenburg, machten sich dazu aber fleißig Notizen. Das lässt zumindest im Wahljahr auf Lösungen hoffen.

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