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Ungewisse Zukunft
Quo vadis Slawendorf?

Erhard Herrmann / 09.02.2019, 09:00 Uhr
Brandenburg (MOZ) Die im vergangenen Jahr neu eingeführten Slawendorf-Erlebnistage stießen am vergangenen Wochenende auf viel Zuspruch. Töpfern, Brennen, Schmieden, Kräuterkunde und Führungen für die Erwachsenen oder eine Schnitzeljagd für die Kleinen. Mit kleinen Rätseln und Verstecken entdecken die Kinder die Zeit unserer Vorfahren. Deshalb wird die Reihe auch 2019 fortgesetzt. „Jeden ersten Sonntag im Monat öffnen sich dafür die Türen. Genauso wie für alle anderen geplanten Veranstaltungen mit unseren Partnern“, bestätigte Margitta Scholz, Chefin der Brandenburger Arbeitsförderungs- und Strukturentwicklungsgesellschaft  (BAS).

Heißt also „Business as usual“ im Slawendorf. Zumindest erst einmal. Denn das 12.000 qm große Grundstück soll, wenn es nach CDU und Freien Wählern geht, schon bald einem neuen Innenstadthotel weichen. Eine gute Anbindung an Busse und Bahn sowie der schnelle Zugang zu Sehenswürdigkeiten und Wasser prädestinieren ihrer Ansicht nach das Grundstück dafür. „Leider sind in der Vergangenheit Gespräche mit potenziellen Interessenten meist am Konzept gescheitert. Wie und wie lange es weitergeht mit dem Slawendorf, das liegt nicht bei uns, sondern ist eine Entscheidung der Stadt und der SVV“, betonte Margitta Scholz diesbezüglich.

Besucher und Freunde hoffen natürlich, das Erlebnisdorf als solches zu erhalten und die erlebbare Geschichte weiterzuentwickeln. Dagegen spricht, dass trotz zahlreicher Aktionen, ein langer Leerstand herrscht und etwa 50 000 Euro für die jährliche Bewirtschaftung aufgewendet werden müssen. Zudem hat der Schenkenbetreiber die Zeitreise GmbH dem Slawendorf den Rücken gekehrt und die BAS damit einen wichtigen Mieter verloren. Als Organisatoren bleiben sie jedoch vorerst dem Slawendorf treu und organisieren mit der BAS am 10. Februar das „Neujahrserwachen im Slawendorf“. Dort herrscht dann auch „Business as usual“.

Der Holzbackofen wird angefeuert, um köstliche Bratäpfel mit Marzipanfüllung und Vanillesoße zu backen. Glühwein und Apfelpunsch stehen bereit. Die Brandenburger Puppenbühne um Matthias Kriesel, Dr. Christian Heise und Carolin Tritschler zeigen alte Sagen und Überlieferungen. Die Vorführungen finden jeweils um 14:30 Uhr und 16:30 Uhr statt. Am Osterwochenende findet der mittelalterliche Handwerkermarkt statt. Die Hexen treffen sich am 30. April im Slawendorf und vom 24. bis 26. Mai sorgt das Rolandspectakulum sicherlich für jede Menge Mittelalterfeeling.

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