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Planebrücke
Bahnüberführung frühestens in neun Jahren

Der Lageplanausschnitt stammt aus einer Voruntersuchung und gibt einen groben Überblick über eine mögliche Trassierung der Überführung.
Der Lageplanausschnitt stammt aus einer Voruntersuchung und gibt einen groben Überblick über eine mögliche Trassierung der Überführung. © Foto:
Alexandra Gebhardt / 13.03.2019, 09:14 Uhr - Aktualisiert 13.03.2019, 09:35
Brandenburg (MOZ) Der Forderung nach einer niveaufreien Überführung über die Bahnanlagen an der Planebrücke steht die Stadtverwaltung wohlwollend und offen gegenüber. Das bekräftigte Oberbürgermeister Steffen Scheller gestern in einem Schreiben an den Bürgerbeirat Eigene Scholle/Wilhelmsdorf, in dem er über den aktuellen Stand der Planungen informierte sowie Vor- und Nachteile zu bedenken gab.

So würden an der Planebrücke zwar keine Sperr- und Wartezeiten mehr entstehen, verkehrlich sei eine Überführung für das Gebiet jedoch keine umfassende Lösung, weil die Wartezeiten am nächsten Bahnübergang und am Knoten Wilhelmsdor-fer/Zentrumsring auf diesem Wege nicht verringert würden. Scheller gab außerdem zu Bedenken, dass ein derartiges Bauwerk prägend für das Landschaftsbild sei, was zu Betroffenheiten bei Anwohnern in Bezug auf Sichtfreiheit, Lärmschutz und Erreichbarkeit führen könne. Außerdem sei mit dem Bau einer Überführung auch mit mehr Schwerverkehr zu rechnen, da die bisher enge Planebrücke nicht länger ein Hindernis auf der L93 wäre.

Wichtig ist die Abwägung der Vor- und Nachteile nach Scheller auch, weil "die Maßnahme nach Eisenbahnkreuzungsgesetz durch die Bundesrepublik Deutschland, die Deutsche Bahn und die Stadt Brandenburg anteilig finanziert werden muss". "Es sollte deshalb eine umfangreiche und stichhaltige Begründung vorliegen, um Bund und Deutsche Bahn von dem Vorhaben zu überzeugen", so Scheller weiter.

Geschätzt belaufen sich die Baukosten insgesamt auf ca. 12-15 Millionen Euro, durch die Anteilsfinanzierung Bund/Deutsche Bahn und bei Einsatz von Fördermitteln würde für die Stadt ein Eigenanteil von 1,5 Millionen Euro verbleiben.

Begonnen werden kann mit dem Bau der Bahnüberführung zudem erst, wenn alle drei Partner ihre Bereitschaft zum Vorhaben erklärt und die finanziellen Mittel bereit gestellt haben, sodass – optimistisch gesehen – sechs Jahre für die Planung und weitere zwei für den Bau einzurechnen sind. Ergo ist frühstens 2028 mit der Fertigstellung des Bahnübergangs zu rechnen.

"Mir ist es deshalb wichtig, dass es eine umfangreiche und transparente Information für die Bürgerinnen und Bürger gibt. Deshalb haben wir jetzt den Bürgerbeirat informiert und machen das in Abstimmung mit dem Beirat auch für alle Bürger öffentlich. So wird auch klar, dass wir kurzfristig den bisherigen Bahnübergang erneuern müssen, um überhaupt die spätere Überführung in Angriff nehmen zu können", so der Oberbürgermeister in seinem Schreiben abschließend. (age)

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