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Sonderführung
Frauen, die sich einmischten

Gertrud Piter, eine der bedeutendsten Frauen der Havelstadt zusammen mit ihrer Schwester.
Gertrud Piter, eine der bedeutendsten Frauen der Havelstadt zusammen mit ihrer Schwester. © Foto:
14.03.2019, 09:33 Uhr
Brandenburg Als im August 1919 die Weimarer Verfassung in Kraft trat, stand im Artikel 109, Absatz 2: "Männer und Frauen haben grundsätzlich dieselben staatsbürgerlichen Rechte und Pflichten." Die verfassungsgebende Nationalversammlung wurde nicht nur das erste Mal auch von Frauen gewählt, es wurden auch das erste Mal Frauen in ein deutsches Parlament gewählt. Von den 423 Abgeordneten waren 37 Frauen.

Schon am 22. November 1918 begrüßten die Brandenburger Frauen auf einer "öffentlichen Frauenversammlung" ihr neues Wahlrecht. Im Bericht des Brandenburger Anzeigers am 30. November 1918 hieß es: "[Die Frauen Brandenburgs] erkennen es als ihr Recht und ihre Pflicht, die Zukunft des Vaterlandes mitzubestimmen und mit den Männern zusammenzuwirken für eine gesunde Entwicklung und einen gerechten sozialen Aufbau des werdenden Staates."

Aus Brandenburg kandidierte Else Fisch auf der Wahlliste der Deutschen Demokratischen Partei für die Nationalversammlung. Ihr vierter Listenplatz ermöglichte ihr nicht den Einzug in die Nationalversammlung. Eine andere in Brandenburg aktive Frau schaffte es in die Nationalversammlung. Anna Simon von der SPD war Arbeiterin, dann Angestellte beim Textilverband und später arbeitete sie für die Volksfürsorge.

Sie und weitere starke Frauen werden am Mittwoch, 20. März, im Rahmen der Sonderführung zum Thema "Frauen übernehmen politische und gesellschaftliche Verantwortung" im Stadtmuseum, Ritterstraße 96, thematisiert. In der Ausstellung "Enttäuschung Sehnsucht Hoffnung – Lebenswege entlang gesellschaftlicher Umbrüche in der Stadt Brandenburg an der Havel" wird generell die Geschichte des 20. Jahrhunderts von 1918/19 bis 1989 anhand von Brandenburger Biografien gezeigt. In der Führung soll im Rahmen der 29. Brandenburgischen Frauenwoche jedoch besonders auf die Lebensläufe der Frauen eingegangen werden. Die Führung startet um 15.30 Uhr. Der Eintritt kostet 3, ermäßigt 1,50 Euro.

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