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Billard-EM
Queue-Zauberer im Stahlpalast

Erhard Herrmann / 29.04.2019, 13:41 Uhr
Brandenburg Zum vierten Mal finden aktuell die Billard-Europameisterschaften in der Havelstadt statt. Vom 25. April bis zum 5.Mai kämpfen die europäische Elite und Nachwuchstalente um den Europameistertitel in allen populären Karambolspielarten. Insgesamt kämpfen mehr als 500 Sportlerinnen und Sportler aus 21 Nationen um die begehrten EM-Titel.

Am Samstag, dem dritten Turniertag, wurde das sportliche Großevent ganz offiziell mit dem Anstoß von Diane Wild, Präsidentin der Confédération Européenne de Billard, der Bundestagsabgeordneten Dietlind Tiemann und der Chef-Organisatorin Helga Blawid eröffnet. Zu Beginn trugen junge Brandenburger Sportler Flaggen der teilnehmenden Nationen in den Saal. Sebastian Bradke, Geschäftsführer des Stadtsportbundes Brandenburg moderierte zweisprachig die Eröffnungsveranstaltung.

"Wir haben mit der Stadt Brandenburg und Helga Blawid als Koordinatorin vor Ort ganz tolle Mitstreiter, die es uns erneut ermöglichen, diese Mammut-Veranstaltung über elf Tage mit insgesamt 18 neuen Titelträgern über die Bühne zu bringen. Mit dem Axxon-Hotel und dem dazugehörigen Stahlpalast, sowie dem Hauptsponsor Mittelbrandenburgische Sparkasse sind weitere sehr zuverlässige und interessierte Partner an unserer Seite", sagte Benny von Goethem vom Organisationsteam. Wie er lobten alle Verantwortlichen die Anstrengungen, Engagement und den großen Aufwand, der im Stahlpalast betrieben wurde, um Brandenburg wieder einmal zum Billard- Mekka zu machen.

Das 2013 ursprünglich als Experiment gestartete Mega-Ereignis ist damit zum festen Bestandteil des Turnierkalenders geworden. Ziel ist es, den Billardsport wieder populärer zu machen. Zwar kennen 95 Prozent Billard.

Die Frage nach den deutschen Spitzenspieler in dieser Sportart kennen jedoch nur die wenigsten. Gespielt wird meist Poolbillard. Bekannt und aufmerksam verfolgt wird noch der Dreibandsport. Die klassischen Disziplinen Einband, Cadre 47/2 und Cadre 71/2 sind nur noch Kennern ein Begriff und bis 2013 hatten die Spieler selten die Gelegenheit, bei Turnieren ihr Können zu präsentieren. Mit der Einbindung der klassischen Disziplinen in das Turnier hofft man auf eine langfristig Wiederbelebung, um die Popularität zu steigern.

Deutschlandweit gibt es etwa 1300 Billardvereine mit ca. 45 000 Mitgliedern. Klingt viel, in England gibt es jedoch schätzungsweise ca. sechs Millionen Snookerspieler. Die großen Favoriten bei der EM sind die Italiener, die die klassischen Disziplinen als Volkssport betreiben und mit ähnlichen Mitgliederzahlen wie in England aufwarten können.

Wer die verschiedenen Billardarten und deren Spielweisen kennenlernen möchte, ist herzlich bis Sonntag, 5. Mai, eingeladen in den Stahlpalast zu kommen, um die Titelkämpfe aus nächster Nähe live zu verfolgen. Der Eintritt ist frei.

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