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Internationaler Museumstag
"Zukunft lebendiger Traditionen"

Die Ausstellung zum Arbeitervarieté des Stahl- und Walzwerkes wird am Sonntag nach langer Recherche eröffnet.
Die Ausstellung zum Arbeitervarieté des Stahl- und Walzwerkes wird am Sonntag nach langer Recherche eröffnet. © Foto:
Alexandra Gebhardt / 15.05.2019, 10:56 Uhr
Brandenburg/Mittelmark (MOZ) Am Sonntag, 19. Mai,  findet zum 42. Mal der alljährliche Internationale Museumstag statt. Viele Museen in und um die Havelstadt haben zu diesem Anlass kostenfrei geöffnet und bieten ein besonderes Programm an.

So öffnet das  von 13-18 Uhr seine Pforten und bietet ein Programm unter dem diesjährigen Motto "Museen - Zukunft lebendiger Traditionen". Benjamin Jähn führt ab 14.30 Uhr durch die aktuelle Sonderausstellung "Enttäuschung Sehnsucht Hoffnung". Ab 16.30 Uhr können sich die Besucherzudem  auf die Spuren des Brandenburger Schriftstellers Günter Kähne begeben. Er schrieb Kurzgeschichten, Erzählungen und Hörspiele. Geleitet wird die Führung von Hans und Ilja Hübner. Hans Hübner war in den 1960er Jahren Leiter der Stadtbibliothek Brandenburg und erzählt von seinen persönlichen Erinnerungen an Günter Kähne, der viele Jahre im Stahl- und Walzwerk gearbeitet hat und beleuchtet in einem Gespräch mit seinem Sohn Ilja Hübner diese widersprüchliche Persönlichkeit. Ilja Hübner, Mitglied im Freundeskreis des Stadtmuseums Brandenburg e.V.,  liest dazu Auszüge aus Kähnes Erzählung "Martin Jalitschka heiratet nicht". Bestaunt werden können zudem historische Spielzeuge wie der Kletteraffe Tom, Blechspielzeuge, Lineolfiguren, mechanische Spielwaren und die LGB-Bahn.

Eine Sonderführung zum Aktionstag bietet dasAb 14 Uhr können sich die Besucher auf eine Zeitreise begeben, die einen Bogen von der Vergangenheit bis zur Gegenwart schlägt und vielleicht sogar einen Blick in die Zukunft wagen lässt. Anhand ausgewählter Exponate wird ein Blick auf archäologisch nachgewiesene Überlebensstrategien, Ernährungsgewohnheiten, Bestattungssitten und Bräuche unserer Vorfahren geworfen, die bei näherer Betrachtung erstaunlich modern wirken. Der Eintritt sowie die Teilnahme an der Führung sind am Aktionstag frei.

Eröffnet wird am Sonntag aus Anlass des Internationalen Museumstages im  um 14 Uhr zudem die "Braki"-Ausstellung zum Arbeitervarieté des VEB Stahl- und Walzwerk Brandenburg. Sie wurde über ein Jahr durch Zeitzeugencafés und Recherchen vorbereitet. Umrahmt wird die Vernissage von Tanzdarbietungen des Showballett Butterfly und Dreamgirls.  Dazu können die Besucher stündlich mit einem ehemaligen Stahlwerker auf Entdeckungsreise durch den letzten Siemens-Martin-Ofen Europas gehen. Für die Führungen sind 2 Euro pro Person zu entrichten. Bis 18 Uhr kann zudem das gesamte Industriemuseum erkundet werden, dazu wird Maibowle  und Kuchen der Bäckerei Schildhauer geboten.

Die Gedenkstätten Brandenburg an der Havel bieten zudem an beiden Standorten vier kostenlose, öffentliche Führungen an. Beginn ist jeweils um 10, 12, 14 und 16 Uhr. Mitarbeiter der Gedenkstätte Zuchthaus Brandenburg-Görden und Gedenkstätte für die Opfer der Euthanasie-Morde führen durch die Dauerausstellungen.

Kostenfrei erkundet werden können auch die Reckahner Museen von 10 bis 17 Uhr. Das Schulmuseum bietet dazu ab 14 Uhr eine historische Schulstunde nach der "Rochowschen Methode". Um 16 Uhr wird dann zur Sonderführung zum Gutsherrenpaar von Rochow aus Anlass des 285. Geburtstages von Christiane Louise von Rochow am 1. Mai 2019 (Dr. Silke Siebrecht-Grabig) geladen. Für beide Führungen werden Spenden erbeten. Anmeldungen sind unter Tel.: 03 38 35/ 6 06 72 möglich. Das Museumscafé bietet dazu ab 14 Uhr Kichererbsenkaffee, echten Bohnenkaffee und Kuchen nach historischem Rezept an. Die Barockkirche öffnet von 15 bis 17 Uhr.

Geöffnet haben zudem u.a. das Lehniner Institut für Kunst und Kultur ab 12 Uhr, das Damsdorfer Stellmachermuseum mit einer Sonderausstellung von 13-17 Uhr und das Heimatmuseum Ziesar.

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