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Abriss oder Verkauf
CaT bleibt weiterhin Bauruine

Hat seine besten Zeiten lange hinter sich: Der Club am Turm in Hohenstücken.
Hat seine besten Zeiten lange hinter sich: Der Club am Turm in Hohenstücken. © Foto: Linckus
Anja Linckus / 11.06.2019, 13:17 Uhr - Aktualisiert 11.06.2019, 13:17
Brandenburg (MOZ) Das stadteigene Gebäude des 2013 stillgelegten Clubs am Turm (CaT) in der Schleusener Straße in Hohenstücken soll abgerissen oder verkauft werden - obwohl gemeinnützige Vereine und Verbände händeringend mehr Platz im Stadtteil suchen. "Eine Sanierung des Gebäudes kann nicht empfohlen werden, da im Vergleich zu einem Neubau und vor dem Hintergrund einer vergünstigten Vermietung an gemeinnützige Vereine eine Sanierung nicht wirtschaftlich ist", heißt es im Fazit eines von der Verwaltung vorgelegten Prüfberichtes. Weil das in Sichtweite befindliche Bürgerhaus Hohenstücken längst nicht mehr ausreicht und weitere soziale Vereine und Verbände sowie Künstler Bedarf an Flächen angemeldet haben, hatte die Fraktion der Linken im November 2017 den Prüfauftrag in die SVV eingebracht und eine Mehrheit gefunden. Dass es einen Mehrbedarf an Flächen gibt, geht eindeutig aus dem Prüfbericht hervor in dem es heißt: "Der Bedarf nach weiteren Räumlichkeiten für eine soziale oder kulturelle Nutzung, wie die Erweiterung der Angebote des Bürgerhauses, wofür dort keine Raumkapazitäten mehr vorhanden sind, der Aufbau eines Stadtteilbetriebes aus dem Projekt "Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier" u. a. mit dem Betrieb eines Stadtteilcafés, die Ansiedlung von jungen Künstlern und Kreativen zu erschwinglichen Konditionen, der Wunsch nach einem "Haus des Sports" vonseiten der Sportvereine, leitet sich nicht nur aus bisherigen Nutzungsanfragen, sondern insbesondere auch aus der Sozialstruktur der Bevölkerung im Stadtteil ab." Dennoch ist der CaT keine Option, denn allein das Sanieren des Bauwerks sowie das Herrichten der Außenanlagen und die Neuausstattung würden mit 2,6 Millionen Euro zu Buche schlagen. Nach Abzug aller Fördermöglichkeiten müsste die Stadt knapp 368.000 Euro investieren. Dazu kommt, dass das sanierte Objekt immer ein Zuschussgeschäft bleiben würde. Die Empfehlung deshalb: Abriss oder Verkauf

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