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Kita-Retter
Erhöhung der Kapazität auf 30 Kinder beantragt

Kinder der Kita "Regenbogen", hier mit Erzieherinnen und Dieter Dombrowski vom Trägerverein, dem Brücke e.V., sangen Lieder für die Gäste.
Kinder der Kita "Regenbogen", hier mit Erzieherinnen und Dieter Dombrowski vom Trägerverein, dem Brücke e.V., sangen Lieder für die Gäste. © Foto: Weber
Simone Weber / 13.08.2019, 16:11 Uhr
Barnewitz Mit einem besonderen Sommerfest feierten die Kinder der Wölkchen- und Sonnengruppe und ihre Erzieherinnen der "Kita Regenbogen" gemeinsam mit Eltern, Großeltern und weiteren Gästen am vorigen Samstag die zehnjährige Trägerschaft des Brücke e.V. Im August 2009 hatte der in Rathenow ansässige Verein durch Übernahme der Einrichtung in Barnewitz (Gemeinde Märkisch Luch) die Schließung abgewendet. Das Amt Nennhausen als öffentlicher Träger hatte sich zuvor von diesem dörflichen Kita-Standort verabschiedet.

"Wir sind noch heute sehr froh darüber, dass der Brücke e.V. am 1. August 2009 die Trägerschaft der Kita übernahm", so deren Leiterin Marie-Luise Lamcha im Namen ihres Erzieherteams. "Im Laufe der Jahre fanden einige Sanierungsarbeiten statt. So wurde während der dreiwöchigen Sommerschließzeit in diesem Jahr der große Gruppenraum mit Hilfe des Vermieters und regionaler Firmen neu gestaltet."

Zu den Gratulanten gehörte Holger Püschel, Ortswehrführer der Freiwilligen Feuerwehr des Dorfes, der die Kinder zur Mitfahrt im Tanklöschfahrzeug durch Barnewitz eingeladen hatte. Auch die seit 2017 tätige Amtsdirektorin Ilka Lenke gratulierte und sagte zur Feier des Tages: "Das Amt setzt sich dafür ein, das Gebäude vom derzeitigen Inhaber, der Rhinower Wohnungsgenossenschaft, zu erwerben." Für die Kinder hatte sie kleine Geschenke dabei.

"Die Neueröffnung am 9. August vor zehn Jahren war ein Abenteuer. Die Kita war durch das Amt schon geschlossen und mit Beginn der Sommerferien beim Landkreis abgemeldet, als Eltern an mich als Kreistagsabgeordneten herantraten", erinnerte sich Dieter Dombrowski (CDU), der auch Landtagsabgeordneter war und immer noch ist. Im Brücke e.V. übt er die Funktion des stellvertretenden Vorsitzenden aus. "Innerhalb von sechs Wochen konnte mit Hilfe des Kinder- und Jugendhilfeausschusses des Landkreises die Kita neu eröffnet werden. Die Erzieher trugen dabei das größte Risiko, als sie sich entschieden, vom öffentlichen Dienst zu unserem Verein als Arbeitgeber zu wechseln."

Schon kurz nach Übernahme der Trägerschaft investierte der Verein 35.000 Euro, davon 30.000 Euro öffentliche Mittel, in das Gebäude. "Die Zusammenarbeit mit der damaligen Amtsdirektorin Angelika Thielicke war, vorsichtig ausgedrückt, schwierig. Die Kita wird durch die Eltern und die Einwohner getragen, unterstützt durch die Gemeinde und die Feuerwehr. Die Kita im Dorf ist ein Luxus, den zu erhalten es sich gelohnt hat", so Dombrowski.

Marie-Luise Lamcha kam im Januar 2018 in die Kita und übernahm, nach Weggang ihrer Vorgängerin, gleich die Leitung. "Nach Abschluss meiner Erzieherausbildung 2011 an der AWO-Schule in Premnitz bin ich in eine Einrichtung in Elstal mit 200 Kindern gekommen", erzählte die junge Kita-Leiterin, die  im benachbarten Buschow lebt und deren dreijähriger Sohn auch die Kita in Barnewitz besucht. "Jetzt arbeite ich gleich im Nachbarort - mit einem tollen Team."

Zu diesem "Regenbogen"-Team gehört auch Iris Görlich. Sie ist seit zwei Jahren in der Kita tätig, und Anke Rosanski bereits seit 32 Jahren. Für Cynthia Wuttke, die nach drei Monaten in der Kita, nach einer Fortbildung, die Kita verlässt, kommt im September eine junge Frau, die berufsbegleitend zur Erzieherin ausgebildet wird. Zum Sommerfest am Samstag kam auch Vera Maron, die von 1980 bis 2019 als Erzieherin in der Barnewitzer Einrichtung tätig war.

In der Kita "Regenbogen" werden derzeit 24 Kinder im Alter von ein bis sechs Jahre betreut. Auf der Warteliste stehen elf weitere Kinder, der Träger hat daher eine Erweiterung der Kapazität auf 30 Plätze beantragt und plant einen Anbau. Der 2005 gegründete Brücke e.V., mit heute rund 30 Mitgliedern, ist seit 2009 anerkannter Träger der freien Jugendhilfe. Das wurde er erst, als er die Kita in Barnewitz übernehmen wollte.

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